Aus robustem Holz wie die Linde
25 Jahre Grün-Bewegung in Kärnten mit Lindenpflanzung gefeiert.
Er ist ein grünes Urgestein, ein wandelndes Geschichtsbuch und ein Liebhaber der Linde, "heiliger Baum" der Germanen und Slawen. Deshalb hat der Klagenfurter Langzeit-Gemeinderat der Grünen, Reinhold Gasper (70), aus Anlass des 25-Jahr-Jubiläums der Grün-Bewegung in Kärnten im Schubertpark eine Linde gepflanzt. Die "Bienenweide" aus robustem Holz ist in Kärnten nicht nur als Hof-, Dorf- und Kirchenlinde und in vielen Namen vertreten. "Rote und schwarze Lindenblätter machen das Kärntner Wappen einzigartig", erklärt das einzige aktive Gründungsmitglied der Landesgruppe Kärnten der VGÖ (Vereinigte Grüne Österreichs).
Damals. 1983 war der Werksleiter einer Maschinenbau-Firma als Gegner der Nockalm-Verbauung bekannt, 1985 wurde er Gemeinderat. Damals waren bürgerliche VGÖ und "linksgrüne" Alternative Liste ALÖ noch getrennt. Vor den Landtagswahlen 1984 wurde die VGÖ von Jörg Haider umworben. "Er wollte mit uns zusammengehen, um Wagners Macht zu brechen", erinnert sich Gasper. 2002 schlossen sich in Kärnten VGÖ und ALÖ zusammen, treibende Kräfte waren Gasper und die heutige Stadträtin Andrea Wulz. "Die Grünen" errangen 2003 vier Gemeinderatsmandate, 2004 zogen sie in den Landtag ein. 2009 will Gasper wieder kandidieren. "Es gibt viel zu tun. Alles, was von der Natur übrig geblieben ist, ist heute begehrenswert."














