Politik intern: Wettlauf um Aufsichtsrat
Einen Monat nach dem Wechsel an der Spitze der Krankenanstaltenbetriebsgesellschaft (Kabeg) von Langzeitvorstand Franz Sonnberger zu Dieter Mandl gibt es die ersten schweren Differenzen. Sie könnten nächsten Freitag in der Abberufung des Aufsichtsrates des LKH Klagenfurt gipfeln. Kabeg-Aufsichtsrats-Chef Martin Strutz bestätigte gestern die Absicht, "den Aufsichtsrat neu zu bestimmen."
Hintergrund sind massive Vorbehalte, die es in den LKH Klagenfurt-Gremien gegenüber Mandl gibt. "Mit seinen Ansagen hatte er keinen guten Einstand", heißt es. Dem neuen Kabeg-Chef wird auch "ein rüder Kommunikationsstil" vorgeworfen. Jedenfalls will man ihn nicht als Aufsichtsrats-Chef des LKH haben. Während Sonnberger allen Aufsichtsräten der Landesspitäler vorstand, wurde Mandl in Klagenfurt signalisiert, dass er nicht gewählt werden würde. Die entsprechende Sitzung am Mittwoch scheiterte an mangelnder Beschlussfähigkeit. Die nächste Sitzung wurde für nächsten Freitag, 10 Uhr, einberufen. Dort sollte Gerd Penkner, das älteste Aufsichtsratsmitglied, zum neuen LKH-Aufsichtsrats-Chef gewählt werden.
Aufsichtsratssitzung. Diesen Plan will Strutz durchkreuzen. Er setzte die Kabeg-Aufsichtsratssitzung für nächsten Freitag, 8 Uhr, an. Ob der Stil Mandls Anlass zu berechtigter Kritik gibt, will er "nicht beurteilen." Strutz möchte sicherstellen, dass der Kabeg-Chef wie Sonnberger bei allen Spitälern Aufsichtsrats-Chef wird und "nicht wieder eigene Königreiche aufgebaut werden."













