Seriös, sauber und dann noch Sambastimmung
Kulinarischer Programm-Ausklang der Wörthersee Classics mit dem Zagreber Kammerorchester.
Seriös und sauber, der vierte Abend bei den Wörthersee Classics mit dem Zagreber Kammerorchester. Ein kulinarisches Programm und ein solid gestimmtes 17-köpfiges Streicherensemble sorgten im lückenhaft besetzten Saal des Klagenfurter Konzerthauses für gute Unterhaltung.
Samba! Außerprogrammmäßig eingestimmt mit einem Mozartschen Divertimento (F-Dur KV 138), mit etwas eigenwilligen Tempi unter dem italienischen Dirigenten Nicola Giuliani. In Folge (etwas zu) verhaltene Stimmung mit Hugo Wolfs "Italienische Serenade" und lateinamerikanische Rhythmen aus der Feder des kroatischen Rechtsprofessors Ivo Josipovic, der herrlich komponiert. Sein "Samba brevis" versetzte in Stimmung, als das Orchester nicht nur temperamentvoll strich, sondern auch zupfte, hämmerte, kratzte, klopfte, stampfte und letztendlich noch im Chor "Samba!" rief.
Virtuos. Franz Liszts großer Paraphrase auf "Dies irae", die traditionelle Sequenz der Totenmesse, für großes Orchester und Klavier, gab es in einer Bearbeitung von François Weigel, der auch den Solopart ausführte. Klar, dass er sich das Werk zurechtlegte, um alle seine Vorzüge auszuspielen. Lyrisch zarte Momente wechselten mit kraftvollen Kadenzen und ergaben eine imposante Abfolge von pianistischen Virtuositäten. Schließlich entfaltete Luigi Boccherinis "La Musica Notturna delle Strade di Madrid", schöne Klangbilder von den Straßen der spanischen Metropole. Eifriger Applaus.













