In sieben Sprachen lesen und abstimmen
Die Geschichten, die bei den "Tagen der deutschsprachigen Literatur" gelesen werden, setzen sich längst über die Grenzen hinweg.
Der erste Text führte nach Rumänien, der zweite erzählte von einem Teenager russischer Abstammung. Die Geschichten, die bei den "Tagen der deutschsprachigen Literatur" gelesen werden, setzen sich längst über die Grenzen hinweg. Mit der Initiative "Bachmannpreis goes Europe" zieht der ORF heuer nach.
Sieben Sprachen. Die Texte der 14 Autoren sind in sieben Sprachen online gestellt, ebenso die Jurydiskussionen. Für erstere hat der ORF renommierte literarische Übersetzer engagiert, den aktuellen Teil betreut ein Team des European Translation Service. Die Kosten (Übersetzungen, Server, Wartung plus Personal) liegen bei geschätzten 100.000 Euro. "Das muss es uns wert sein," betont ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer.
Knapp verfehlt. Eine EU-Förderung hat man knapp verfehlt, weil das Europa-Kulturprogramm nicht für Medien gilt. Die Starthilfe für 2008 genehmigte also ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, 2009 wird man wieder bei der EU ansuchen, hofft Haslitzer doch "die Büchse der Pandora" geöffnet zu haben. 80.000 zusätzliche Klicks wurden allein am Eröffnungsabend gezählt. Ziel ist es, die bisher 350.000 Klicks rund um Bachmann (Vergleichswert 2007) zu verdoppeln. Möglich, dass damit Sponsoren anzulocken sind.
Erweiterbar.Je nach dem Hintergrund künftiger Geldgeber könnte sich auch das Spektrum der Sprachen erweitern. Derzeit wird ins Englische, Französische, Spanische und Italienische übersetzt, sowie ins Tschechische (Begründung: historische Kontakte, die erste deutsche Universität stand in Prag) und ins Slowenische (Begründung: Nachbarstaat, zweite Kärntner Landessprache).Besonders interessant wird das neue Portal bei der Abstimmung über den kelag-Publikumspreis: Am Samstag von 18 bis 20 Uhr, erfolgt die Wahl - ohne Sprachbarrieren.












