Fiktives Spiel im leeren Stadion
Josef Dabernig, die Ernsthaftigkeit und die Klischees.
Fußballmatch in der Krakauer Arena Wisla. Brüllende Fanchöre, aufpeitschende Platzsprecher. Allerdings ohne Publikum. Dafür ein Trainer und sein Assistent, das Spiel mit besorgten Mienen verfolgend. Kurze, stumme Verständigung zwischen beiden. Der Coach steht auf, gibt der Mannschaft Anweisungen durch klare Zeichen. Allerdings: weit und breit kein Fußballer. Dennoch endet das Match; irgendwie unbefriedigend könnte man annehmen.
Der Film von Josef Dabernig (Regie, Buch, Produktion, Darsteller) zeigt Klischees von Trainern bei einem fiktiven Spiel in einem leeren Stadion mit einer Ernsthaftigkeit, die anmuten wie die Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit deutet in Dabernigs Kunst an, wie mit dem Ernst zu leben ist. Indem er Wirklichkeit herunterspielt auf Gesten, deren Geltung ohne Anspruch bleibt, zeigt er, wie mit dem Ernst ironisch zu spielen ist.
Features
Josef Dabernig
Er stellt im kunstraum lakeside in Klagenfurt aus. Noch bis 30.6.2008














