Für Klagenfurter Taxis bleibt die Busspur tabu
Heftige Proteste der Taxiunternehmer: Sie müssen sich während der EM in den "normalen" Verkehr einreihen und erwarten längere Fahrzeiten.
Seit Mittwoch gehen bei den Klagenfurter Taxlern die Wogen hoch. Gründe gibt es genug: von längeren Fahrzeiten bis zu 30 Minuten über entnervte Passagiere. Seit der Ring rund um die Klagenfurter Innenstadt nur mehr in eine Richtung - gegen den Uhrzeigersinn - für den privaten Verkehr freigegeben ist, stehen die Taxilenker im Stau.
Die andere Richtung ist ausnahmslos für Feuerwehr, Polizei, Rettung, Linienbusse und Müllabfuhr befahrbar. "Wir gehören genauso wie die Busse zum Personenbeförderungsgewerbe", sagt Günther Weitensfelder, Obmann der Kärntner Taxiunternehmen. Er versteht nicht, "warum es uns verboten ist diese Spur gemeinsam zu nutzen."
"Vor- und Nachteile". Doch dies wurde von Experten bei einer Euro-Sitzung gestern abgelehnt. "Wir haben Vor- und Nachteile abgewogen und sind zu dem Entschluss gekommen, das zu unterlassen", erläutert Albert Kreiner, Verkehrsjurist des Landes. Er führt drei Argumente an: "Am Samstag verdoppelt sich die Frequenz der Busse - sie fahren alle sechs Minuten. Eine Spur muss für Einsatzfahrzeuge ohne Wenn und Aber freigehalten werden. Außerdem rechnen wir mit einer Verdopplung der Taxler." 90 Klagenfurter Taxis dürfen unterwegs sein. Mindestens ebenso viele "illegale" Taxler aus Teilen Österreichs oder gar aus dem benachbarten Bayern werden erwartet. "Die kommen natürlich nicht ungeschoren davon", weiß Kreiner. "Sie müssen bei einer Anzeige mit Strafen bis zu mehreren tausend Euro rechnen."
Innenstadt für Taxler offen. Taxilenker dürfen mit ihren Fahrgästen in die Stadt und diese auch an bestimmten Punkten wie Theater-, Ursulinen-, Waag-, Getreide- oder Pernhartgasse sowie Heu- und Benediktinerplatz einsammeln. Bis um 13 Uhr ist es sogar erlaubt, in der Innenstadt Passagiere von A nach B zu bringen.












