"Eingefrorene" und "aufgetaute" Geschichte
Bilder vom "normal work", einst und heute.
Viktorianismus steht für industrielle Revolution und Wirtschaftsliberalismus gepaart mit Frömmigkeit und Sittlichkeit. Die Kehrseite der Medaille zeigt Doppelmoral, Ausbeutung und Imperialismus. Was war dazumal "normal work" ? Bilder der englischen Hausgehilfin Hannah Cullwick (1833 - 1909) geben Einblick. Sie lässt sich in verschiedenen Inszenierungen fotografieren: als Arbeiterin, als Dame der Gesellschaft, als Sklavin und als Mann. Im Fotoatelier lotet sie ihr Rollenspiel zwischen diesen vier Positionen aus.
Die Filmemacherin Pauline Boudry und die Kulturtheoretikerin Renate Lorenz transferierten aus Berlin eine Reinszenierung dieser Dokumente in Form eines Filmes. Ausgehend von den Originalfotos untersuchen sie die Grenzgänge und Grenzüberschreitungen einer Frau in ihrer sozialen, kulturellen, politischen und sexuellen Identität. Mit dem Performer Werner Hirsch wurde die, in den Fotos "eingefrorene" Geschichte "aufgetaut" und in die aktuelle Diskussion eingebracht. Als Frage steht: Was ist "normal work" heute?
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Fakten
Kunstraum Lakeside.
Bis 23. Mai.














