Gelingt der Ethik die Renaissance?
Das jährliche Symposion des Uniclubs Klagenfurt findet zwischen dem 29. und 31. Mai auf der Abbazia di Rosazzo statt. Generalthema der heurigen Tagung ist "Ethik und Wirtschaft".
Corporate Social Responsibility (CSR), drei englische Wörter, die in ihrer Übersetzung - Unternehmenssozialverantwortung - nicht verständlicher werden. Sie stehen aber im öffentlichen Brennpunkt - und im Mittelpunkt des jährlichen Uniclub-Symposiums auf der Abbazia di Rosazzo in Friaul.
"Fragen aufwerfen". "Wir wollen dabei ein paar Fragen aufwerfen", sagt Horst Peter Groß, Vorsitzender des veranstaltenden Universitäts-Clubs. Etwa: Etabliert sich Nachhaltigkeit als Kulturfaktor zum bestimmenden Wertesystem der "ersten Welt"? Wie begegnen sich Ökonomie und die wahren Bedürfnisse des Lebens? Wie schaffen wir gesellschaftliche Gerechtigkeit? Und schließlich: Gelingt der Ethik doch die Renaissance?
Management-Trend. Die Idylle der friulanischen Hügel soll dabei die Diskussionen anregen. Als Mitdiskutanten sind etwa der Leiter der deutschen "Stiftung für Verantwortung" Klaus Wiegandt oder die Berliner Spezialistin für Wirtschaftsstrafsachen, Oberstaatsanwältin Vera Junker geladen. "Wir wollen auch untersuchen, ob CSR lediglich eine gut verkäufliche Unternehmensstrategie, quasi ein modischer Management-Trend ist", liefert Groß ein Aviso darauf, was die Teilnehmer des Symposions erwarten kann.
Keine Einschränkung. Grenzen oder Schranken sind der Diskussion keine auferlegt. "Inter- und transdisziplinäre Ansätze von Perspektiven und Problemlösungen" erhofft sich Groß von den Teilnehmern - und eine entsprechende Teilnahme, damit könnten die Diskussionen bereits beginnen.













