"Die Umsätze macht man am Ladentisch"
Barbara Mucha über Konsumenten-Tests und Ideen.
Frau Mucha, Sie prämieren heute in Klagenfurt die kreativste Geschäftsidee des Jahres. Was ist aus Ihrer Sicht eine Idee, die Erfolg verspricht?
BARBARA MUCHA: Man muss in unserer übersättigten Zeit ein Bedürfnis schaffen oder finden und dieses befriedigen. Ich meine, dass mir das mit meinen Zeitschriften gelungen ist, etwa dem Baby-Express oder "Signora", einer Zeitschrift für die Generation der über 50-Jährigen. Da schreiben wir zielgruppengenau.
Wie war Ihr eigener Einstieg in die Geschäftswelt?
MUCHA: Ich muss zugeben, vor über 15 Jahren war das leichter als heute. Die Idee für das Mystery-Shopping und für die Konsumenten-Tests hatte ich als Konsumentin, weil mich selbst Sachen störten. Daraus hat sich ein Test-Werkzeug entwickelt, das wir von der "Mucha" auf andere Magazine übertragen haben.
Wie hat sich Kärnten seit dem ersten Mucha-Test verändert?
MUCHA: Vor zehn Jahren war Service nirgendwo ein Thema, heute gibt es selbst bei den großen Ketten Beschwerdekästen und die Einzelhändler reißen sich geradezu darum, von uns getestet zu werden. Warum? Weil Chefs merken, dass man Umsätze am Ladentisch und nicht im Management macht.













