Haider-Brief: SP wittert nun "Amtsmissbrauch"
BZÖ will nach Polit-Druck Rechnungen zeigen.
Was kostet der Vorwahlkampf-Brief von Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ), der dieser Tage in 220.000 Haushalte flattert? Nachdem SPÖ und ÖVP gestern in dieser Frage massiv Druck gemacht haben, kündigt der geschäftsführende BZÖ-Chef Stefan Petzner Aufklärung an. "Sobald die Rechnungen da sind, werden wir sie vorlegen", verspricht er. Solange will ÖVP-Chef Josef Martinz nicht warten: In der heutigen außerordentlichen Regierungsitzung wird er von Haider mündlich Aufklärung über die Kosten fordern. Zuletzt war von 15.000 bis 30.000 Euro die Rede.
"Information." Einmal mehr beteuerte Petzner gestern, dass es sich bei dem Wahlkampf-Brief zwar um "eine Information des Landeshauptmannes" handle, die aber "auf Parteikosten" verschickt worden sei. Das bezweifelt SP-Landesrat Reinhart Rohr, der eine Anzeige gegen Haider wegen "Amtsmissbrauchs" vorbereitet: "Ich gehe davon aus, dass diese Parteipost auf Steuerzahler-Kosten verschickt wurde." Sollte sich dieser Verdacht nicht bewahrheiten, bliebe laut Rohr "der Tatbestand, dass das BZÖ das Landes-Briefpapier für Parteizwecke missbraucht."













