Agrarumsatz stieg, Heizöl stagnierte
Die "Unser Lagerhaus" WHG in Kärnten und Tirol mit wechselhaften Ergebnissen im Jahr 2007.
Die Erwartungen der "Unser Lagerhaus" Warenhandelsgesellschaft m.b.H. (WHG), Tochter der BayWa, an das abgelaufene Jahr waren durch den Konjunkturaufschwung besonders ehrgeizig. Allerdings entwickelten sich die Märkte und daher auch das Geschäft in den Kernsparten höchst unterschiedlich. Der Umsatzverlauf - insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2007 ein Umsatz von 428,8 Millionen Euro erwirtschaftet - war gegensätzlich zum Jahr 2006. "Nach einem fulminanten Start im ersten Quartal folgte Stagnation in der zweiten Jahreshälfte", resümiert "Unser Lagerhaus"-Chef Stefan Mayerhofer. Nicht zur WHG gehören die Lagerhaus-Standorte St. Veit, Wolfsberg, Klagenfurt und Greifenburg.
Minus-Bilanz. Die milden Temperaturen des vergangenen Winters und die rückläufige Nachfrage nach Wärmeenergie wirkten sich mit einem geringfügigen Minus von 0,8 Prozent auf den Umsatz aus. Mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 6,2 Millionen Euro konnte das Vorjahresergebnis nicht erreicht werden.
Starke Agrar-Nachfrage.Die starke Nachfrage der Landwirtschaft nach Agrar-Rohstoffen hatte im Vorjahr zwei Seiten: Hohe Erzeugerpreise sorgten für Marktbelebung bei den Ackerbaubetrieben, die stark gestiegenen Futtermittelpreise belasteten jedoch die Kalkulation der Veredelungsbetriebe - erst Mitte des Jahres konnten die gestiegenen Preise in die Kalkulation einbezogen werden.
Umsatz gesteigert.Ein Blick auf die Geschäftssparten zeigt die unterschiedliche Entwicklung: Die Agrar-Sparte konnte die guten Rahmenbedingungen für eine Umsatz- und Entwicklungssteigerung nutzen. In den Mischfutterwerken in Klagenfurt und Innsbruck konnten die Mengen leicht gesteigert werden.
Bau- & Gartenmärkte. Aufgrund der guten Witterung im wichtigen Frühjahrsgeschäft wurde ein Umsatzplus von 3,4 Prozent erwirtschaftet.
Baustoffe. Da dem Baugewerbe Anschlussaufträge fehlten, konnte die Euphorie des ersten Halbjahres nicht durchhalten.
Tankstellen. Beim Absatz von Treibstoffen kam es zu leichten Rückgängen, die über Zusatzgeschäfte kompensiert wurden.
Extremes Wetter.Die Planungen für das laufende Jahr gehen von einem Wachstum leicht unter dem des Vorjahres aus. Unkalkulierbare Risiken dabei sind die immer extremer werdenden Witterungsbedingungen.












