FCK: Geld und Stadion fehlen in den Lizenz-Akten
Am Freitag endet für den FC Kärnten die Frist zur Abgabe der Unterlagen für eine Lizenz für die Saison 2008/09.

Foto © GEPAFCK-Präsident Josef Steindorfer
Der Großteil der Akten für die Lizenz 2008/09 ist bereit zur Übergabe an die Bundesliga. Am Freitag um 16 Uhr muss der FC Kärnten alles geordnet und besichert in Wien abliefern. Am Donnerstag fehlten noch wichtige Unterlagen wie eine Garantie für ein Stadion, sowie die Zusagen von Stadt und Land über fast eine Million Euro. Dass die Klubführung Josef Steindorfer und Günter Hafner auf Nadeln saß, lag an nicht gehaltenen Versprechen von Politikern und scheinbar wertlosen schriftlichen Zusagen. Die Schuld allein bei der Öffentlichkeit zu suchen, passte Klagenfurts Sportstadtrat Peter Steinkellner nicht: "Wenn der FC Kärnten etwas braucht, kommt er immer erst im letzten Moment." Aber was braucht der Klub nun, um - zumindest auf dem Papier, sportlich muss er es erst schaffen - weiter der Red Zac Liga angehören zu können?
1.Spielstätte: Der Mietvertrag im Stadion Fischl läuft mit 31. Dezember 2008 aus. Es fehlt eine Arena für das Frühjahr 2009. "Wir können uns nicht heute treffen und morgen einen Vertrag für die Hypo Group Arena haben", stellte Sportpark-Chef Manfred Pock klar, "die Stadt soll eine amikale Lösung mit dem ASK finden, damit der FCK in Fischl fertigspielen kann." Das versucht Steinkellner am Freitag: "Der ASK hat einen gültigen Vertrag. Er garantiert ihm den Platz in Fischl ab Jänner 2009. Heute treffe ich den ASK-Vorstand." Dessen Zustimmung reicht aber nicht aus, müsste doch auch der Leasingvertrag für die Tribünen usw. verlängert werden. "Um das zu tun, bedarf es einer Zustimmung des Stadtsenates. Noch kenne ich nicht die genauen Zahlen", gab Steinkellner zu.
2.Sportförderung: Die 180.000 Euro wurden dem Verein am 10. Mai 2007 von Bürgermeister Harald Scheucher schriftlich zugesichert, die Auszahlung für das erste Quartal 2008 versprochen. Am Donnerstag machte im Stadtsenat ein Umlaufbeschluss die Runde, der dem FCK und Austria Kärnten sofort je 90.000 Euro Bargeld bringt. "Im Herbst erhalten beide die gleiche Summe nochmals. Der FCK nur, wenn er in der Red Zac Liga bleibt", berichtete Steinkellner. Damit ist aber Steindorfer nicht einverstanden: "Halbe Sachen interessieren mich nicht. Der FCK will alles so bekommen, wie es der Abschlussprüfer der Stadt vorgelegt hat. Nur dann übernehmen Günter Hafner und ich weiter eine persönlich Haftung." Dem schloss sich die SPÖ an und stimmte gegen eine Halbe-Halbe-Auszahlung.
3.Geld von Porr: "Als wir aus dem alten Wörthersee-Stadion ausziehen mussten, wurden uns 200.000 Euro versprochen. Bekommen haben wir nichts", schimpfte Steindorfer. "Stimmt nicht", sagte Scheucher, "es gab nie eine schriftliche Zusage. Das Geld hätte es nur, wie von Steindorfer gewünscht, für einen Tormann gegeben. Der kam nie."
4.Abgeltung Planungskosten Akademie: Laut Steindorfer hat der Verein 500.000 Euro dafür ausgegeben. Die Summe soll, besichert durch einen Regierungsbeschluss, an den FCK zurück gezahlt werden. "Auch das Geld fehlt noch", so Steindorfer.















