KlagenfurtKlagenfurt schreibt zwei Millionen Euro Plus

Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2017 liegt vor. Die Schulden der Stadt sanken auf 62,6 Millionen Euro.

Im Rathaus freut man sich über die Budgetzahlen
Im Rathaus freut man sich über die Budgetzahlen © Weichselbraun
 

Mit einem Minus von 1,3 Millionen Euro hat man in der Stadt Klagenfurt das Haushaltsjahr 2017 geplant. Nun, nach dem Rechnungsabschluss, steht ein Plus von 2,546 Millionen Euro in den Büchern. Ein Ergebnis, das man Dank der anlaufenden Konjunktur und Einsparungsmaßnahmen erreicht hat. Alleine im Bereich Personal – mit 33,8 Prozent Anteil am Budget oder Ausgaben von 101 Millionen Euro einer der größten Brocken im Budget – wurden 3,6 Prozent gespart. „Wir schreiben den Reform- und Konsolidierungsweg fort“, sagten Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) und die Stadträte Markus Geiger (ÖVP) und Frank Frey (Grüne) in einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Der Schuldenstand wurde um rund 13 Millionen Euro auf 62,6 Millionen Euro gesenkt. „Wenn wir nicht investieren würden, wären wir in zwei Jahren schuldenfrei“, sagte Mathiaschitz. Eine rein hypothetische Rechnung freilich, denn man wolle weiter investieren – in Straßensanierungen, in das Beleuchtungskonzept, die Sanierung von Schulen, dem Hülgerthpark und dem Napoleonstadel, und in den Ankauf strategisch wichtiger Grundstücke. So wurden im Vorjahr etwa um 2,5 Millionen Euro Gründe im Umfeld des Südparks aber auch für ein Hochwasserschutzprojekt an der Sattnitz angekauft.

74 Euro mehr Gebühren bezahlt, als notwendig

Rund 7,4 Millionen Euro, pro Bürger also 74 Euro pro Jahr, haben die Klagenfurter 2017 mehr an Gebühren für den Kanal und die Müllabfuhr gezahlt, als notwendig wäre, um kostendeckend zu wirtschaften. „Wir bilden mit dem Überschuss aber Rücklagen, da bald eine neue Kläranlage fällig ist und diese wird zwischen 40 und 50 Millionen Euro kosten wird“, sagt Mathiaschitz. Eine Gebührensenkung und ein anschließendes Darlehen für den Bau – immerhin gibt es derzeit 0-Prozent Darlehen – erachtet sie dagegen nicht als sinnvoll.

Problematisch ist hingegen die Entwicklung der Ertragsanteile. Wenngleich diese in Summe steigen, stagnierte der Zufluss zur Stadt mit rund 117,9 Millionen Euro.

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Danke für Ihr Verständnis.

GordonKelz
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ZAHLEN SIE.....

...den Hinterbliebenen der Verstorbenen im LKH Klgft. die € 107,30 zurück , die die Gemeinde ohne jegliche Leistung kassiert hat !!
Gordon Kelz

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ulrichsberg2
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634.- Euro Stadt-Schulden je Klagenfurter, dass geht ja gerade noch und ist der positiven Sparsamkeit zu verdanken.

Dazu kommen sinkende Landesschulden und wie durch Reformen versprochen, wird es bald sinkenden Bundes-Schulden geben.
Was will man mehr ?
Doch - es bleiben noch sehr viele Wünsche offen, die es neben der Sparsamkeit, doch noch zu bewältigen gilt.
Durch die Hochkonjuktur begünstigt, sollte es u a. auch bald allgemein sinkende Belastungen und dazu auch keine Armut mehr geben.

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