VeldenCasineum verschärft Kontrollen bei Bällen

Nach Alkohol-Exzessen gelten im Casineum Velden in Zukunft für alle Bälle besondere Sicherheitsvorkehrungen. Auch Landesschulrat plant Konsequenzen und will runden Tisch einberufen.

Die Ballnacht des Klagenfurter Ingeborg Bachmann-Gymnasiums im Casineum Velden erhielt durch die Anzeigen einen bitteren Beigeschmack
Die Ballnacht des Klagenfurter Ingeborg Bachmann-Gymnasiums im Casineum Velden erhielt durch die Anzeigen einen bitteren Beigeschmack © KLZ/Stephan Schild
 

Die Nachwehen vom Maturaball am 19. Jänner bekam das Klagenfurter Bachmann-Gymnasium zu spüren. In der Ballnacht im Casineum Velden gab es insgesamt 28 Anzeigen, hauptsächlich wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz (wir berichteten). „Die Anzeigenflut war Ergebnis der verstärkten Kontrollen außerhalb der Ball-Räumlichkeiten“, so die Erklärung von Direktor Markus Krainz. Erstmals kam am Ball des Bachmann-Gymnasiums das neue Sicherheitskonzept – ausgearbeitet von Casineum und Polizei – zum Einsatz. Ausschlaggebend dafür waren Vorfälle bei Bällen zuvor, sagt Hannes Markowitz vom Casino Velden Eventteam: „Es kam immer wieder zu Problemen mit Gästen, die bereits betrunken zur Veranstaltung kamen, auch wurde harter Alkohol in Depots außerhalb des Casineums versteckt. Da wir als Vermieter der Location einen Ruf zu verlieren haben, mussten wir reagieren.“

Das neue Sicherheitskonzept sieht verstärkte Polizeikontrollen, mehr Security, ein komplettes Rauchverbot sowie die Verbannung von harten alkoholischen Getränken aus den Bars vor. „So wollen wir gewährleisten, dass die Bälle im Casineum zu 100 Prozent dem Jugendschutzgesetz entsprechen. Auch geht es um die Erhaltung der mühevoll aufgebauten Ballkultur, die nicht von einzelnen schwarzen Schafen zunichtegemacht werden darf. Denn sonst laufen wir Gefahr, dass bald keine Schule mehr einen Ball organisiert“, sagt Markowitz. Die Regeln gelten in Zukunft nicht nur für Schul- sondern für alle Bälle im Casineum. Insgesamt sind das jährlich 17 bis 20 Bälle mit je 600 bis 1400 Besuchern.

Es geht um die Erhaltung der Ballkultur, die nicht von einzelnen schwarzen Schafen zunichtegemacht werden darf.

Hannes Markowitz

Aus der Region heuer noch stattfinden werden in Velden der BAKIP-Ball und der Ball der Villacher Gymnasien. Ab der kommenden Saison sind auch vonseiten des Landesschulrates Maßnahmen für Schulbälle geplant. „Wir werden vor der Ballsaison einen runden Tisch mit Vertretern der Polizei, des Casineums, der Security sowie aller Schulen, die Bälle ausrichten, einberufen“, sagt Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger. Dort sollen die Maßnahmen beschlossen werden. „Wir überlegen, ob in Zukunft nur mehr der amtliche Ausweis anstatt des Schülerausweises am Ball anerkannt wird, da es immer wieder zu Ausweisfälschungen kommt. Auch muss mehr Aufklärungsarbeit erfolgen und es müssen die Eltern als Erziehungsberechtigte mehr in die Pflicht genommen werden“, sagt Altersberger.

Mehrkosten

Dass es ohne gröbere Konflikte gehen kann, zeigt der Ball der KTS Villach am vergangenen Freitagabend – ebenso im Casineum. Hier gab es laut Polizei trotz des Sicherheitskonzeptes keine nenneswerten Vorfälle. Insgesamt waren sechs Polizisten und 15 Security-Mitarbeiter eines Wiener Unternehmens im Einsatz. „Zwei der Security-Mitarbeiter wurden uns heuer erstmals für den Außenbereich vorgeschrieben“, sagt Organisator Martin Huber. Mehrkosten: 1000 Euro, die man aber in Kauf nimmt, um einen reibungslosen Schulball zu gewährleisten.

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