ParkenKlagenfurt bekommt nun eine "Grüne Zone"

Seit knapp einem halben Jahr gilt eine neue Parkverordnung in der Stadt. Nun wird diese ergänzt - mit Vorteilen für Dauerparker.

Vor allem Straßenzüge, die bisher kaum von Parkern genutzt wurden, werden zur "Grünen Zone"
Vor allem Straßenzüge, die bisher kaum von Parkern genutzt wurden, werden zur "Grünen Zone" © KLZ/Markus Traussnig
 

Knapp ein halbes Jahr hat die neue Klagenfurter Parkordnung gehalten – nun wird sie umgeschrieben. „Wir haben nie gesagt, dass das etwas Endgültiges ist, wenn Adaptierungen nötig werden, dann müssen wir diese auch machen“, begründet Stadtrat Markus Geiger (ÖVP) den von ihm und Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) angekündigten Schritt.

Was dieser konkret vorsieht? Eine bessere Bewirtschaftung jener Straßenzüge, in denen die aktuelle Kurzparkzonen-Verordnung für gähnende Leere sorgte. Statt auf Einnahmen zu verzichten, will man mit günstigeren Tagestickets die Parkplätze nun doch zumindest etwas attraktiver gestalten. Für vier Euro wird man künftig also in der Deutenhofenstraße, der Jahnstraße, der Kraßniggstraße (zwischen Pischeldorferstraße und St. Veiter Straße), der August-Jaktsch-Straße, dem Südbahngürtel und der Lastenstraße den ganzen Tag parken können. Auch in der der Gabelsbergerstraße südlich des Hallenbads wird diese Regelung gelten, „damit niemand mehr im Bademandel sein Ticket nachwerfen muss“, wie Geiger anmerkt.

Die neue "Grüne Zone"
Die neue "Grüne Zone" Foto © KK

Die eigentliche Parkordnung mit der Grundregel 50 Cent für 30 Minuten parken, werde aber nicht angegriffen, betont Mathiaschitz. „Auch in den genannten Parkstraßen wird man weiterhin zum normalen Tarif parken können.“ Gratis wird man hingegen in einigen anderen Straßenzügen parken können, die bisher gebührenpflichtig waren, so etwa der Radetzkystraße, der Florian-Gröger-Straße, der Gabelsbergerstraße östlich der Lastenstraße, der Koschutastraße, der Mießtalerstraße und der Funderstraße sowie deren Querverbindungen.

Klagenfurt: Parkordnung wird mit "grüner Zone" ergänzt


In Kraft treten wird die neue Verordnung am 6. November, die Stimmenmehrheit von SPÖund ÖVP reicht für einen Beschluss im Gemeinderat aus. Wobei Mathiaschitz schon vorbaut: „Sollte es an diesem Wochenende Schnee oder Regen geben und wir können die Straßen nicht markieren, könnte sich das verzögern.“ Denn analog zu anderen Städten erhalten diese Parkstraßen nun einen grünen Anstrich.
Dass die neue Form der Parkraumbewirtschaftung durchaus ein Geschäft für die Stadt ist, zeigt sich schon nach einer ersten Bilanz. Nahm man in den vergangenen Jahren gut zwei Millionen Euro an Park-Gebühren und Strafen ein, so werden es heuer gut 800.000 Euro mehr sein. Schließlich stieg auch die Zahl der Strafmandate um durchschnittlich 1500 Stück auf 6700 pro Monat. Grundsätzlich zeigten sich aber Mathiaschitz wie Geiger zufrieden, so wie es bisher mit der Parkordnung laufe. „Wir wollten Frequenz für die Innenstadt, das ist gelungen“, so die beiden.

FPÖ: Gut, wenn Anrainer nicht mehr zugeparkt werden

Vizebürgermeister Christian Scheider (FPÖ) kritisierte die bisherige  Parkordnung stets als "Stückerlwerk" mit dem man "Geisterflächen" produzierte. Den aktuellen Vorstoß von SPÖ und ÖVP müsste zwar er im Gemeinderat einbringen, mangels „ausreichenden Wissensstands“, will er ihn aber noch nicht kommentieren. „Wenn die Anrainer vor ihren Häusern nicht mehr zugeparkt werden, ist das aber nur positiv“, sagt Scheider.

Kommentare (3)

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zafira5
0
9
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Neue Parkgebühren?

Frage an unsere Stadtpolitiker_

Haben Sie nie rechnen gelernt?
€ 4,- ab Tag ergibt für einen Pendler bei einer 5 Tage Woche im
Monat (1 Monat hat im Durchschnitt 4 1/2 Wochen) Kosten von
ca. € 90,- im Monat. Es gibt schon Privatparkplätze in Zentrumnähe um ca. € 50,- bis € 60,- . Tiefgargenplätze gibt es auch schon günstiger als € 90,- im Monat.
Eine Bitte an unsere Stadträte:
Bitte raschest einen Matematikkurs im WIFI besuchen und danach brauchen Sie die Bevölkerung nicht mehr für Dumm
verkaufen.

LG
Zafira 5
mit Pflichtschulabschluss

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tturbo
0
5
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Die Pendler haben sich nun umgestellt,

bin neugierig, wieviel das in Anspruch nehmen. 20 Euro pro Woche sind auch 80 im Monat, da kriegt man schon einen Tiefgaragenplatz.

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gintonicmiteis
1
13
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Schildbürger...

O-Ton Mathiaschitz am 3.2.: "Mit der neuen Lösung haben wir eine Vereinheitlichung mit einer durchgehenden Zone und einem Tarif geschafft." "Vor allem für Besucher wird klar ersichtlich ist, wo die gebührenpflichtige Zone anfängt und aufhört."

Gerade mal ein halbes Jahr später wird wieder eine zweite Tarifzone eingeführt, die noch undurchsichtiger ist als je zuvor...

In der Privatwirtschaft würde ein Manager, der so selbstsicher und wissentlich einen Fehler begeht, verabschiedet werden - im Rathaus wird einfach munter weitergewurschtelt.

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