Kärnten

Der Ringkampf der Roboter

Im Lakeside Park bauten Kinder und Studenten Roboter aus Lego. Die Maschinen rangen miteinander, rasten um die Wette und retteten dann noch eine Stoffente.

Tim (links) und Julian bastelten am vergangenen Freitag über drei Stunden an ihrem Roboter aus Lego
Tim (links) und Julian bastelten am vergangenen Freitag über drei Stunden an ihrem Roboter aus Lego © KLZ/Weichselbraun
 

Es kracht, als die beiden Kampfmaschinen aufeinanderprallen. Wie zwei Sumoringer drängen sie gegeneinander; sekundenlang verharren sie in der Mitte des kleinen schwarzen Rings. Doch dann verlässt den Roboter der „Crazy Girls“ die Kraft: Er wird aus dem Ring katapultiert. Tim und Julian vom Team der „Crashers“ reißen die Arme in die Höhe. Lill von den „Crazy Girls“ schneidet eine Grimasse und zuckt die Schultern. Wettkampf der Roboter im Lakeside Park in Klagenfurt am vergangenen Freitag: Zehn Schüler und 17 Studenten haben Roboter aus Lego gebaut und programmiert.

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„Um die drei Stunden haben wir heute an dem Roboter gebastelt. Aber es macht Spaß und wir liegen gut im Rennen“, sagt der zehnjährige Tim. Auch Lill von den „Crazy Girls“ ist begeistert: „Wir hatten zwar ein bisschen Drama und haben beim Bauen gestritten. Aber danach war es vor allem lustig.“ Die Roboter ringen im Lakeside Park nicht nur. Sie müssen auch eine Rennstrecke entlangrasen und die Königsdisziplin bestreiten: Einen Hindernisparcours durchfahren, an dessen Ende eine Stoffente auf Rettung wartet. Der Kampf der Maschinen ist der Höhepunkt der Roboter-Woche an der Uni Klagenfurt und im Lakeside Park. Tagelang diskutierten und präsentierten Experten und Studenten. „Das Interesse war sehr groß. Mit dem Wettbewerb zum Schluss wollen wir auch die Kinder für die Technik begeistern“, sagt Organisator Philipp Hübner von der IEEE Student Branch, einem Berufsverband von Ingenieuren an der Uni.


Roboter seien schon lange in der Gegenwart angekommen: Autos, die selbst fahren, Drohnen, die Pakete ausliefern: „Die Technologie ist da. Jetzt geht es darum, sich mit ethischen und gesetzlichen Fragen auseinanderzusetzen“, sagt Hübner. Damit müssen sich die Schüler und Studenten im Lakeside Park nicht herumschlagen. Ihre Roboter können noch straffrei gegeneinanderkrachen.

THOMAS MACHER

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