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400.000 Gäste in Kirchtagslaune
Mit dem imposanten Trachtenfestzug erreichte der Villacher Kirchtag am Samstag seinen Höhepunkt - mit viel internationaler Prominenz.

Foto © KLZ / Weichselbraun
Stimmungsvoll, kunterbunt in der Trachtenvielfalt, hochwertig in den kulturellen Darbietungen: Der Villacher Kirchtag erreichte am Samstag mit dem Trachtenfestzug, der für fast zwei Stunden ein dichtes Programm bot, seinen Höhepunkt.
Und da waren wieder alle gekommen, die auf Tradition und modern weiterentwickeltes Brauchtum wert legen: Siemens-Boss Peter Löscher hatte sich noch rasch in das Goldene Buch der Stadt eingetragen, ehe er auf die Ehrentribüne eilte. Bürgermeister Helmut Manzenreiter strahlte in der Eröffnungsansprache über den "Kirchtag als erfolgreiche Festwoche von europäischem Format". Und Kirchtagsobmann Richard Pfeiler verkündete, man werde heuer die Besucherschallmauer von 400.000 durchbrechen.
Den Festzug führte wie gewohnt Josef Willroider, Ehrenbauer der Gman, hoch zu Ross an. Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher jauchzte den Ehrengästen ebenfalls vom Haflinger aus zu. Für die logistisch perfekte Aufstellordnung der 3500 Trachtenträger, Tanz- und Musikgruppen aus ganz Österreich und halb Europa zeichnete Michael Vodicka verantwortlich. Auf den Rängen winkten Vertreter der Landespolitik, Peter Kaiser, Reinhard Rohr, Harald Dobernig, Josef Martinz und Beate Prettner, der Stadt und der Umlandgemeinden, sowie die Parteiobleute Josef Bucher und H.C. Strache. Bürgermeister der Partnerstädte, allen voran Renato Carlantoni aus Tarvis, Furio Honsel aus Udine und Christian Dupuy aus Suresnes, sind Stammgäste am Kirchtag. Internationales Flair brachte Wahlkärntnerin und UN-Botschafterin Heather Mills im Dirndl auf die Tribüne. Aus Mexiko City angereist war Laura Casillas in ihrer Heimattracht, Lebensgefährtin des US-Starkochs Willy Jonach, deren buntes Gewand Volksmusikexperten Franz Posch besonders gut gefiel. Einen zünftigen Auftritt in eher zu groß dimensionierten Lederhosen hatten die neuen Cracks des VSV, Lynn Loyns, Kyle Wanvig, Pierre-Luc Sleigher und Craig Weller. Gerhard Unterluggauer und Niki Petrik hatten die Neuankömmlinge in den Villacher Kirchtagstrubel eingeführt.
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Kirchtagsquartier
Im Zelt oder doch im Hotel: Der Villacher Wasenboden hatte sich seit Freitag in eine italienische Zeltstadt verwandelt, "eine friedliche Besetzung", wie Bürgermeister Helmut Manzenreiter meint. Die Ackern-Wirte Inge Kucher und Christoph Pfeiler verköstigen die "amici italiani" bis Samstag Nachmittag. Und auch die Altstadthotels - vom Holiday Inn über Mosser bis zum Kramer - waren sehr zufrieden.
Zahlenspiele
Ein Kirchtag der Rekorde: Die Zahl der Trachtenträger - mehr als 3500 Brauchtumspfleger aus der halben Welt kamen zum Kirchtag - das ist Rekord. Allein am Samstag wurden 67.000 Besucher geschätzt. Die ganze Woche über tummelten sich 400.000 Kirchtagsgäste in der Altstadt, so viele, dass über neue Verkehrs- und Sicherheitskonzepte nachgedacht wird. Hektoliterweise Suppe und Bier wurden ausgeschenkt und auch das Rote Kreuz war deutlich mehr gefordert.















