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Zuletzt aktualisiert: 23.06.2012 um 20:16 UhrKommentare

Welcome to the Krabbelstube!

Erste englischsprachige Kleinkind- gruppe Klagenfurts im Herbst in Waidmannsdorf geplant. Betreuungs- einrichtung für berufstätige Eltern ist ganzjährig offen.

Foto © Hautzenberger

Spielerisches FremdsprachenLernen in der Kindergruppe oder ein englischsprachiger Kindergarten sind nicht mehr neu. Aber dass eine eigene Krabbelstubengruppe englischsprachig mit einem Native Speaker geführt wird, hat es in Klagenfurt bisher nicht gegeben. Ab Herbst will das Claudia Gerjol, die mit der "Concept Sozial GmbH" in der Stadt fünf Kindergruppen betreibt, ändern.

"Die Gruppe soll aus fünf Kindern bestehen und von einer unserer bestehenden Gruppen in Waidmannsdorf abgespaltet werden", sagt die Juristin. Sie ist noch auf der Suche nach einem geeigneten Native Speaker. Sofern diese erfolgreich ist, wird im Herbst die erste englischsprachige Kleinkindgruppe Klagenfurts für Ein- bis Dreijährige eröffnet.

Fürs eigene Kind gegründet

Im kommenden Jahr steht der Betreuungseinrichtung, deren Gruppen allesamt Märchennamen tragen, das 20-Jahr-Jubiläum ins Haus. Gegründet hat Gerjol ihr Unternehmen eigentlich aus einer Notsituation heraus. "Als ich das Gerichtsjahr machen wollte, habe ich keinen Betreuungsplatz für meine damals zwei Jahre alte Tochter bekommen. Es gab damals zwei Krabbelstuben in Klagenfurt, aber die waren beide total überfüllt. Also habe ich beschlossen, selbst etwas zu machen", sagt die Juristin.

Nur drei Monate hatte sie Zeit, um ihre erste Krabbelstube mit Hilfe eines Elternvereins zu eröffnen. Diese entstand in Viktring. Mit der Zeit wuchs die Betreuungseinrichtung und es entstanden je zwei weitere Gruppen in Waidmannsdorf und Annabichl. Besonders daran ist auch, dass die fünf Kindergruppen während des gesamten Jahres geöffnet haben, um den Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Nicht berufstätige Eltern wolle man nicht generell ausschließen, sagt Gerjol: "Aber ich kann nicht Berufstätige, die den Platz dringend brauchen, ablehnen und dafür Kinder von Nicht-Berufstätigen aufnehmen."

Urlaubsprogramm

Geöffnet sind die einzelnen Gruppen von 6.30 bis 16.30 Uhr. "Derzeit ist bei uns die Zeit am Morgen sehr gefragt. Wir hatten auch schon einmal bis 18.30 Uhr geöffnet, im Moment haben unsere Eltern da aber kaum Bedarf", so Gerjol, die in den Anfangsjahren oft auch Kritik ausgesetzt war: "Es hieß, wie arm die kleinen Kinder in der Betreuung sind."

Dabei gebe es für die Kleinen sogar ein eigenes Urlaubsprogramm, mit Planschbecken, Jause im Freien und vielem mehr, so Gerjol: "Außerdem gibt man den Kindern auf diese Weise soziale Fähigkeiten mit auf den Weg, die sie nur dort lernen können. Gerade war mein 17 Jahre alter Sohn mit Freunden, die er in der Kindergruppe kennengelernt hat, in Lignano. Und was kann man einem Kind Schöneres geben als Freunde fürs Leben?"

"Willkommen in der Krabbelstube!"

KARIN HAUTZENBERGER

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