Kärntner in NotGutsbesitzer öffnet Wald für Bedürftige

Ulrich Habsburg-Lothringen wird bei einer Brennholz-Aktion persönlich dabei sein. Viele weitere Hilfsangebote.

© KLZ/Jürgen Fuchs
 

Die Schicksale von Kärntnern in Not lassen den Wolfsberger Gutsbesitzer, Land- und Forstwirt Ulrich Habsburg-Lothringen nicht kalt. Berührt von der jüngsten Nachricht der Kärntner Armutskonferenz, dass in 12.000 Haushalten in diesem Winter die Heizung oft kalt bleiben wird, will er wenigstens dort, wo Menschen noch selbst heizen können, einen Beitrag leisten. Habsburg-Lothringen: „Bedürftige, die Brennholz benötigen und es sich nicht leisten können, dürfen sich in meinem Wald für den Winter eindecken. Sie sollen sich bei mir melden, ich werde mit ihnen mitgehen und sie entsprechend anleiten.“

Diese Hilfe erfordert Eigeninitiative, betont Habsburg-Lothringen, wobei er aus leidvoller Erfahrung spricht. Schon einmal bot er das Holzsuchen an und erntete Anrufe mit Bestellungen . . . Bedürftige, die Interesse an Heizmaterial aus dem Habsburg-Lothringischen Wald haben, melden sich unter Tel. 0664-2439786.

Ein weiterer Wohltäter hat mit „Kärntner in Not“ Kontakt aufgenommen, weil er dieses und nächstes Jahr die Heizkosten für eine Familie übernehmen möchte: „Mir geht es darum, dass es eine Familie im Winter warm hat.“ Er hat eine Zusage über einen hohen vierstelligen Betrag gemacht.

Auch die Berichte über unsere fünf Weihnachtsfälle haben bereits viele hilfsbereite Menschen bewegt, Spenden zu überweisen. Andere haben uns ganz konkret Hilfe angeboten. So möchte eine Behindertenpädagogin dem autistischen Buben mit ihrer Kompetenz zur Seite stehen. Auch eine Musiktherapeutin hat sich gemeldet und würde gerne mit ihm therapeutisch arbeiten.

Andere Leser haben die Berichte so berührt, dass sie spontan Charityaktionen ins Leben rufen. Die Hilfsbereitsschaft der Kleine-Leserschaft schlägt sich schließlich auch in der Liste der Veranstaltungen für „Kärntner in Not“ nieder.

Termine für "Kärntner in Not"

Adventbasar und Flohmarkt der Frauenbewegung Feldkirchen: im ehemaligen Kaufhaus Rieder  in der Bahnhofstraße in Feldkirchen, Freitag, 1. 12. von 8 bis 22 Uhr, und Samstag, 2. 12. von 8 bis 12 Uhr.

„Advent an der Tiebel“:  Der Volksliedchor Feldkirchen bringt ein weihnachtliches Oratorium und Kärntner Weihnachtsweisen zur Aufführung. Stadtsaal Feldkirchen, 2. 12., 19.30 Uhr, Karten: renate.otti@hotmail.com, Tel. 0664/431 21 38.

Atelierfest: Der Künstler Heinz Möseneder bittet seine Gäste, für „Kärntner in Not“ zu spenden. Liebenfels, Gradenegg 1, 2. und 3. 12., 14 bis 20 Uhr.

Stiller Advent: Heuer wieder im Landhaushof in Klagenfurt, jeweils freitags am 8., 15. und 22. 12. um 18 Uhr. Eintritt: freiwillige Spenden, die zur Gänze an „Kärntner in Not“ gehen.

Der Stille Advent tourt auch durch die Regionen: Auftakt mit dem A Capella Chor Villach, Die Rosentaler und Die Postillionen, Nikolaikirche Villach, 2. 12., 18 Uhr. Ein Teil des Kartenerlöses geht dabei an „Kärntner in Not“.

Kommentare (10)

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GordonKelz
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Ja, ja, ja.....?

Schicken wir die 80 und 90 jährigen, die Ihren Raum nicht beheizen können weil Ihnen das Geld fehlt ,hinaus in den Wald um dem " Gutsherren" zu helfen ,seinen Wald aufzuräumen....Tolle Idee ????!
Gordon Kelz

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Zeitgenosse
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Ihre

Enkel sollen es machen, wies es in normalen Familien üblich ist!!!!!

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Zeitgenosse
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Danke Herr

Habsburg, es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!!!
Gesundes neues Jahr ihnen und ihrer Familie!

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Gelernter Ösi
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Gute Aktion, hoffentlich wird sie angenommen.

Was bei uns Holz im Wald verrottet... Wipfel, Äste, Totholz, Schwachholz.. gabs noch keine Untersuchungen, ob nicht das den Käfer fördert? Früher durften die Leute das Holz aufklauben gehen. Kinder mussten Tschurtschalan zum Anheizen sammeln. Heute ist es für die Wirtschaft besser, wenn alle vom Öl oder Gas abhängig sind.

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fredlwedl
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Klaubholzscheine

Gab es vor 20 Jahren in NÖ (Gut Drasche-Wartinberg) noch. Man zahlte symbolisch 50,-- ATS und durfte Totholz und zugewiesenes Holz einsammeln- super Aktion das wieder aufleben zu lassen... Hochachtung 🙏👍

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dude
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Genau an so etwas hätte ich gedacht, fredlwedl.

Das wäre sozial sinnvoll und auch hinsichtlich der Waldpflege vorteilhaft. Somit hätten alle etwas davon! Vielleicht lassen sich einige Waldbesitzer davon inspirieren!

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astral24
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Gratulation

Wunderbar diese Art von Menschlichkeit.

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dude
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Kompliment...

...für diese tolle Initiative von Herrn Habsburg-Lothringen! Vielleicht ist dies eine Initialzündung dafür, daß viele andere Waldbesitzer ihre Wälder zum Brennholzsammeln öffnen. Es entstünde eine absolute win-win-Situation, wenn die Wälder nach "professionellen Rodungsarbeiten" ausgeputzt werden würden. Jeder Waldbesitzer mit dem ich rede, sagt, daß diese Ausputz-Arbeit wirtschaftlich völlig unrentabel ist. Wenn dies durch Ehrenamtliche durchgeführt wird, die sich als "Lohn" Brennholz für den Eigenbedarf entnehmen dürfen, wäre allen geholfen. Organisiert könnte dies mit sog. "Waldkarten" werden, vergleichbar zu den Fischerkarten.

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silentbob79
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Also zumindest in unserer Gegend

ist das vollkommen üblich, dass nach Schlägerungen die verbleibenden Reste gratis zusammengeräumt werden dürfen. Viele Bauern sind froh darüber, wenn jemand diese Arbeit macht, und manche stellen sogar noch einen Anhänger und Traktor bereit, um das Brennholz nach Hause zu bringen. Leider finden sich immer weniger Leute, die sich diese -- zugegebenermaßen mühsame -- Arbeit antun wollen.

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CuiBono
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Ein großes Bravo und Dank

an Ulrich Habsburg-Lothringen und all die anderen, die sich selbstlos in den Dienst einer guten Sache stellen.

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