Kärntner in Not

Fall 1: Albtraum nach Unfall

Für ein junges Mädchen begann mit einem Unfall ein Albtraum im Rollstuhl. Die Mutter ist Witwe und braucht dringend Hilfe.

Im Rollstuhl kann Sophie nicht lange sitzen. Die Schmerzen sind zu stark
Im Rollstuhl kann Sophie nicht lange sitzen. Die Schmerzen sind zu stark © KLZ/Weichselbraun
 

Sie war eine der Besten im Volleyball und das ganze Jahr sehr sportlich unterwegs. In der Schule war sie beliebt und wegen ihrer Leistungen anerkannt, ihre Eltern waren stolz auf sie. Natürlich hatte ihr Berufswunsch mit Sport zu tun. Alles schien perfekt. Bis zu dem Tag, an dem Sophie* ohne ihr Verschulden ein Unfall zustieß. An den Hergang kann sie sich bis heute nicht erinnern.

Nur daran, dass sie dann, als sie erwachte, kaum mehr atmen konnte und von der Brust abwärts nichts mehr spürte. Sie war querschnittgelähmt.

Riesengroß war der Schock für ihre Mutter, die kurz zuvor ihren Ehemann verloren hatte. Er war unerwartet und viel zu früh auf tragische Weise ums Leben gekommen. Auch Sophie hatte den Verlust noch nicht verarbeitet und war nun mit einem neuen Albtraum konfrontiert: Sie würde nie wieder gehen und nie wieder ihren geliebten Sport ausüben können.

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All ihre Zukunftspläne waren zunichte, ihr jahrelanges Training hatte keinen Sinn mehr. Zum doppelten seelischen Schmerz über den Verlust des Vaters und ihres bisherigen Lebens kamen die entsetzlichen körperlichen Schmerzen, ausgelöst durch die Wirbelsäulenverletzungen und Brüche der Gliedmaßen.

Kämpferin

Doch Sophie kämpfte gegen Schmerz und Verzweiflung an, in der Hoffnung, doch wieder mobil zu werden. Den Rollstuhl akzeptierte die Kämpferin als neue Herausforderung und lernte schnell, mit ihm umzugehen. Nach vielen Trainingseinheiten fand sie sich in der Wohnung und in der Schule gut mit ihm zurecht und konnte sogar wieder Ball spielen.

Ihr Ehrgeiz hatte nun ein anderes Ziel: Sie wollte Behindertensportlerin werden und vielleicht einmal an den Paralympics teilnehmen. Sie begann, sich wieder an kleinen Dingen zu freuen und die mühevolle Bewältigung des Alltags als Erfolg zu sehen.

Immerhin konnte sie sich wieder alleine anziehen und gewisse körperliche Verrichtungen ohne fremde Hilfe durchführen. Die Sechzehnjährige hoffte, bald selbstständig zu werden, und trainierte hart dafür. Ein Auto mit Rollstuhlrampe wurde angeschafft. Es ging wieder bergauf. Auch die Mutter schöpfte neuen Mut.

Von vorne anfangen

Aber dann musste sich Sophie einer neuen, komplizierten Operation unterziehen. Und musste wieder enorme Rückschritte hinnehmen. Fast alles Gelernte und Eingeübte ist wieder verschwunden, Sophie muss wieder von vorne anfangen. Nach der Operation litt sie unter starken Schmerzen. Den Rollstuhl konnte sie gar nicht mehr benutzen.

Erst nach langen, zähen Monaten, viel Übung, Schweiß und Tränen gelang es ihr, sich wieder aufzurichten. Dennoch muss sie die meiste Zeit liegen. Ihre Mutter kann als Alleinerzieherin ihre Arbeit nicht aufgeben, um der Tochter allgegenwärtig beistehen zu können. Dafür müsste eine Pflegeperson für Sophie engagiert werden.

Auf Hilfe angewiesen

Die ehrgeizige und gute Schülerin will aber unbedingt weiter die Schule besuchen, wie ihre gleichaltrigen Freundinnen erfolgreich die Schule abschließen. Doch sie ist nun gänzlich auf Hilfe angewiesen.

Das stellt die Familie, zu der auch noch ein kleines Geschwisterchen gehört, vor große Probleme, auch finanzieller Natur. Zudem braucht Sophie derzeit viele Therapien, die die Krankenkasse gar nicht oder nur zum Teil bezahlt. Der Selbstbehalt beträgt 240 Euro im Monat.

Die Wohnung ist für häusliche Therapie nicht ausgestattet, ein eigener Therapieraum mit verstellbarem Therapiebett und Therapiegeräten wäre langfristig sehr vorteilhaft. Doch der Umbau würde viel Geld kosten, das die Witwe nicht aufbringen kann.

Das Auto mit Rollstuhlrampe muss noch abgezahlt werden. Ebenso die Investitionen, um die Wohnung barrierefrei zu gestalten. Sophie möchte wieder so weit wie möglich selbstständig werden. Wenn sie wieder ausdauernd sitzen kann, möchte sie in zwei Jahren Autofahren lernen. Mit einem umgebauten Auto mit Automatikgetriebe und Handschaltung könnte sie sogar selbst fahren. Das ist ihr Zukunftstraum.

Doch er kann nur erfüllt werden, wenn sie und ihre Mutter die Mittel dafür haben. Und wenn sie sich alle Therapien leisten können, die den Traum eines selbstbestimmten und selbstständigen Lebens ermöglichen.

* Name von der Redaktion geändert

Alles über "Kärntner in Not"

„Kärntner in Not“ ist ein gemeinnütziger Verein, der von der Kleinen Zeitung getragen wird. Die BKS Bank ist von Anfang an Partner, finanziert alljährlich die Spenden-Zahlscheine. Seit 2008 stattet sie den Verein auch mit einer Fördersumme aus.

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