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Gewinnender Anwalt

Ulrich Polley (73), Kärntens bekanntester Medien-Anwalt, tritt heute nach mehr als 47 Jahren in den Ruhestand. Und will lesen und reisen.

 
Seine Eltern waren das bekannte Kärntner Schriftsteller- und Publizisten-Ehepaar Otto Maria und Trude Polley, und fast schien es, als würde der junge Ulrich Polley in diese Fußstapfen treten. Schon mit 16 schrieb er Artikel für eine Tageszeitung. Aber dann hörte der Klagenfurter von einer universitären Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur. "Das sind die künftigen Generaldirektoren, hat es geheißen", erinnert sich der heute 73-Jährige mit Schmunzeln.

Zufall Jus. Als er nach Graz kam, gab es dieses Studium allerdings gar nicht - und so inskribierte er Jus und blieb beruflich in diesem Metier hängen. Heute, nach mehr als 47 Jahren, verlässt Ulrich Polley seine Kanzlei auf dem Neuen Platz in Klagenfurt, um in den Ruhestand zu wechseln. Die Medienwelt hat ihn damals jedoch begleitet. Er arbeitete auch als Student für Zeitungen. Dann erhielt er ein Angebot, zum noch jungen Fernsehen nach Wien zu wechseln. "Das habe ich abgelehnt, denn damals glaubte keiner an die Zukunft des Fernsehens. Das geht eh bald wieder ein, haben wir gedacht."

Gewinner. Also Juristerei - und dabei auf der Erfolgsleiter Stück für Stück nach oben. Polley wurde Kärntens bekanntester Medien-Anwalt, verfasste mit drei Kollegen den Kommentar "Mediengesetz" und handelte sich den Ruf ein, Medien-Prozesse stets zu gewinnen. "Gewinnen will ich immer", lacht er, "aber ich habe natürlich auch verloren."

Bücher lesen. Im Ruhestand will der Vater einer Tochter (20) jene Bücher lesen, für die die Zeit fehlte, und mit seiner Gattin reisen: Südamerika, Neuseeland und Kreuzfahrten stehen auf dem Programm.

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