Bezirks- und Gemeindesuche
Sie bauen auf Ideenvielfalt
Die Architekten Roland Gruber und Peter Nageler wurden von der Zeitung "Die Presse" als Österreicher des Jahres geehrt.

Foto © KK/Privat
Die Konkurrenz war riesig", erzählt Roland Gruber (40). "Das gibt's ja gar nicht", dachten wir, als der Name der "Österreicher des Jahres" in der Kategorie "Creative Industries" fiel: An das Architekturbüro Nonconform ging der Preis der Zeitung "Die Presse" heuer.
Es ist keinesfalls die erste Auszeichnung für die Kärntner Roland Gruber und Peter Nageler (46) und die Oberösterreicherin Carmen Ohrhallinger. "Aber es ist schon cool", sagt Gruber, "als Architekt steht man ja normalerweise nicht mit dem Gesicht im Vordergrund. Sonst geht es immer um das Gebäude."
Um Gebäude allein geht es Gruber und Nageler auch nicht, sondern "um die Gestaltung von Lebensräumen". Und jetzt sind die Kärntner, Gruber stammt aus Bad Kleinkirchheim, Nageler aus Fresach, für ihre Arbeitsweise ausgezeichnet worden.
"Wir arbeiten nicht im Büro, sondern vor Ort", erzählt Gruber, "wir sammeln Ideen, die alle in die Projekte einfließen." Es gehe darum, "zuzuhören, welche Bedürfnisse die Leute haben". Über sieben Kanäle sammeln die Architekten, die sich auf die Entwicklung von Raumkonzepten in Gemeinden spezialisiert haben, Vorschläge. "Die Jungen erreichen wir übers Internet", sagt Gruber, "dass sie die Zukunft mitgestalten ist sehr wichtig."
"Einfamilienhäuser bauen wir nicht", sagt der 40-Jährige, der mit Frau und zwei Kindern in Moosburg lebt und federführend für den "Bildungscampus" tätig ist, während Nageler mit Frau und Tochter in Wien wohnt.
Durch Zufall begann die Kooperation der Kärntner. Gruber hatte in Linz studiert, Nageler in Graz. In Wien gründeten sie zunächst eine Wohngemeinschaft und machten sich dann als Architekten selbstständig. "Den ersten Auftrag - es ging um ein Einfamilienhaus - haben wir abgelehnt", erzählt Gruber. Postwendend kam die Einladung zu einem Wettbewerb, den sie gewannen.
Mit dem Theater in Haag (NÖ) schaffte das Duo den Durchbruch und entdeckte seine Art, an Aufträge heranzugehen. Das neueste Projekt der Vor-Ort-Architekten: das Rotundenareal und die Hungerburgbahn in Innsbruck.








