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Junger Abenteurer in der weiten Welt
Seit 15 Jahren schickt "Jugend Eine Welt" junge Kärntner wie Michael Tschauko ins Ausland.

Foto © KKMichael Tschauko (rechts) kümmerte sich in Ecuador um Straßenkinder
Stürmischer Regen, irgendwo in Ecuador. Michael Tschauko geht mit einer Gruppe Straßenkindern durch einen Park. Das Schwimmbad, in das sie wollten, hat geschlossen. Die Kinder machen sicht nichts daraus und hüpfen fröhlich auf verschlammten Trampolinen, die im Park aufgestellt sind. Andere Kinder aus einer höheren Schicht stehen daneben und sehen unbeteiligt zu. Das hat sich in Tschaukos Erinnerung eingebrannt und ließ ihn die sozialen Unterschiede in seinem Gastland in einem neuen Licht sehen: Auch das nimmt er aus seinem einjährigen Freiwilligendienst mit nach Hause.
Der 20-jährige Klagenfurter hat sich beim Verein "Jugend Eine Welt" beworben, um seinen Zivildienst im Ausland zu bestreiten. Jährlich finden so bis zu fünf junge Kärntner den Weg in die weite Welt. Für Tschauko war es nicht sein erster großer Auslandsaufenthalt, mit 17 verbrachte er ein Austauschsemester in Argentinien. "Das klang nach Abenteuer und ich wollte weg von zu Hause." Seine Spanischkenntnisse verschafften ihm später den Job in Ecuador, wo er Straßenkinder betreute. "Die spielen, schlafen, arbeiten auf der Straße. Aber die muss man sich anders vorstellen als bei uns - in Südamerika findet das Leben auf der Straße statt." Trotzdem haben die Kinder mit genügend Problemen zu kämpfen: Suchtmittel, Gewalt, Prostitution.
Tschauko sah sich in der Rolle eines Erziehers: "Ich half ihnen bei Hausaufgaben und lernte mit ihnen. Ich glaube, im Kleinen konnte ich da etwas verändern." Jetzt sieht Tschauko aber hauptsächlich die Hörsäle der Uni Wien von innen, wo er seit Anfang Oktober Religionspädagogik und Musik studiert. Sein Berufswunsch: "Ich möchte junge Menschen begleiten."








