Bezirks- und Gemeindesuche
Mit 800 Jugendlichen nach Rio de Janeiro
Jean-David Lindner (42) aus Villach ist neuer Obmann der Katholischen Jugend. 2013 reist er zum Weltjugendtag.

Foto © KKPater Jean-David hat sich ein Herz für die Jugend bewahrt
Wenn er, wie mindestens einmal im Jahr, durch die Nockberge wandert, gibt er sich in der freien Natur dem Gebet hin. Denn Pater Jean-David Lindner (42) gehört der St. Johannes Gemeinschaft an, die sich der Kontemplation (Öffnung für den Geist Gottes) verschrieben hat. Der gebürtige Villacher ist der neue Bundesjugendseelsorger und damit Chef der Katholischen Jugend.
Trotz dieser Spitzenfunktion will er sich auch in Zukunft bemühen, in direktem Kontakt mit der Jugend zu bleiben. So bereitet er derzeit die Teilnahme einer Delegation aus Österreich am Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro vor. Geplant ist, dass 800 junge Österreicher nach Brasilien reisen. Eine große Hürde sind allerdings die Kosten. Lindner: "Wenn man nur die eine Woche in Rio bleibt, kostet das mindestens 2000 Euro." Deshalb sind Diözesen, Pfarrgemeinden oder private Sponsoren aufgerufen, sich an den Reisekosten der Jugendlichen zu beteiligen.
In seiner, künftig sicher spärlichen, Freizeit widmet sich Pater Lindner dem Tauchsport und dem Bergwandern. Seine große Liebe gehört dem Kampfsport, dem er bei jeder sich bietenden Gelegenheit frönt. Demnächst auch in seinem Heimatland. Vom 19. bis 21. Oktober findet in der Volksschule Ludmannsdorf ein Jugendcamp mit dem Titel "Sports & Spirits" statt, bei dem Jugendlichen Gelegenheit geboten wird, mit Kampfsportarten in Kontakt zu kommen. Anmeldungen nimmt das Pfarramt entgegen. Der frischgebackene Bundesjugendseelsorger fungiert als Instruktor und zieht eine Parallele vom Kampfsport zum Glauben: "Sich zu einer Religion zu bekennen, kann auch hin und wieder zum Kampf ausarten."
Die St. Johannes Gemeinschaft ist ein kontemplativer Orden, trotzdem sind die Patres "nicht eingesperrt", wie Lindner betont. Ganz im Gegenteil. Sie widmen sich dem Apostolat - also der Seelsorge. So amtiert Pater Lindner in der Pfarre Marchegg in Niederösterreich, dem Sitz seines Ordens, als "Moderator" - sozusagen als Teilzeit-Pfarrer.








