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Die Stammesfürstin
Martina Zeleny (44), Leiterin der Keltenwelt Frög, lädt zum zehnjährigen Bestehen des Museums zu Handwerkstagen.

Foto © KLZ/Traussnig
Als keltische Stammesfürstin hätte Martina Zeleny reiche Beigaben mit in ihr Hügelgrab genommen: Trinkschalen, getriebene Prunkteller, ein wunderbar verziertes Situla-Gefäß aus Bronze und einen großen Kantharos zum Mischen von Wein und Wasser.
Die 44-jährige Leiterin der Keltenwelt Frög bei Rosegg ist aber - Noreia sei Dank - fest im Diesseits verhaftet und die Welt der frühen Kelten längst vergangen. Sie und ihre Mitstreiter setzen im Museum dennoch täglich alles daran, die Keltenwelt lebendig zu halten. Ganz besonders dieses Wochenende, an dem im Rahmen der Handwerkstage das zehnjährige Bestehen des Museums gefeiert wird.
So klischeehaft wie wahr
Natürlich mit Speis und Trank. Feiern wie die Kelten ist so klischeehaft wie wahr. "Wenn man sich ansieht, wie viele Geschirrteile in keltischen Ausgrabungsstätten gefunden werden, kann man sagen, dass auf die Gästebewirtung großer Wert gelegt wurde", sagt Zeleny. Wie die Kelten von Frög gesprochen haben, weiß man nicht, doch das gälisch-keltische Wort für Prost geht ihr leicht über die Lippen: "Sláinte!"
Die studierte Deutsch-Philologin und Historikerin, die im oberösterreichischen Bad Ischl geboren ist, kommt aber auch privat an den Kelten nicht vorbei: Die leidenschaftliche Leserin ackert sich gerade durch "Hallstatt 7000". Mit ihrem Sohn Florian (11) hat sie es sich in Kärnten gut eingerichtet. Was nicht weiter verwundert, ist sie als Museumsleiterin ja die legitime Nachfolgerin der in den Hügelgräbern von Frög begrabenen Kelten: "Stammesfürstin, so schimpft man mich manchmal."
Handwerkstage. Keltenwelt Frög bei Rosegg, Samstag und Sonntag, 11 bis 18 Uhr.








