Bezirks- und Gemeindesuche
Er sucht mit dem Kuli nach Krankheit
Der 21-jährige Tibor Zajki-Zechmeister aus Klagenfurt erfand ein Gerät zur präziseren Parkinson-Diagnose.

Foto © KLZ/Susanne HasslerTibor Zajki-Zechmeister (21) kann mit seiner Erfindung vielen Menschen helfen
Erst vor Kurzem ist der Medizintechnik-Student von seinem Praktikum in England zurückgekehrt. Vier Monate lang hat Tibor Zajki-Zechmeister dort an einem Projekt mitarbeiten dürfen. "Das Beste ist, das Arbeitsumfeld kennenzulernen", erzählt er begeistert.
Doch nicht nur im Ausland stellt der Student seine Fähigkeiten unter Beweis. Beim Kärntner "build! Ideenwettbewerb" wurde der 21-Jährige mit dem "Sonderpreis FH" ausgezeichnet. Von seiner Erfindung könnten künftige Medizinstudenten in ihren Büchern lesen.
Er hatte die bahnbrechende Idee, einem handelsüblichen Kugelschreiber einen Tremorsensor einzubauen. Dieser registriert das Zittern der Hand und könnte so helfen, Parkinson schneller und präziser zu diagnostizieren. "Die Grundidee entstand in einem Gespräch mit meinem Vater über die Krankheit Parkinson und die unsicheren Diagnosemöglichkeiten", schildert Zajki-Zechmeister. Ärzte müssen das Zittern mit bloßem Auge beurteilen. Er begann sich näher mit der Materie zu beschäftigen und suchte nach einer elektrischen Diagnosemöglichkeit. So kam er auf die Idee, einen Sensor in einen Stift einzubauen. Insgesamt arbeitete der Klagenfurter über ein Jahr an dem aufwendigen Projekt. Die Begeisterung für den naturwissenschaftlichen Bereich entdeckte der Klagenfurter schon in seiner Kindheit. "Von der ersten Biologiestunde an habe ich gemerkt, das ist meines." Auch technisch war er schon immer versiert. Da die Studienrichtung Medizintechnik an der Fachhochschule Kärnten die beiden Materien verbindet, entschied sich Zajki- Zechmeister, diese Richtung einzuschlagen.
Freizeit bleibt ihm neben dem arbeitsintensiven Studium kaum. Wenn er dann doch einmal Zeit zum Durchschnaufen hat, verbringt er diese am liebsten mit Freunden bei einem gemütlichen DVD-Abend, oder erkundet das Nachtleben. Beruflich ist der Student für alles offen. Eine Zeit lang im Ausland zuzubringen, ist für ihn auf jeden Fall eine Option. In einem Monat geht es aber erst einmal nach Graz zum Masterstudium.








