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Sigi Truppe: Chefkoch mit sozialer Ader
Sigi Truppe ist seit 25 Jahren ehrenamtlich Landesküchenchef des Roten Kreuzes. Jetzt wurde ein neues Feldküchenfahrzeug angeschafft.

Foto © KLZ/Willi ZoreOrganisationstalent Sigi Truppe. 40 Kilo Fleisch und 40 Kilo Zwiebel braucht er für einen Kessel Gulasch
In Sachen Logistik ist Sigi Truppe ein absolutes Mega-Talent. Muss er auch sein, schließlich wird in der Feldküche des Roten Kreuzes, dessen Küchenchef der 51-jährige gebürtige Gödersdorfer seit 25 Jahren ehrenamtlich ist, oft groß aufgekocht. Im schönsten Fall für 12.000 Menschen, wie bei der Sudhaus-Eröffnung in Villach vor vier Jahren. "48 Stunden haben wir damals gewerkt. Mehr als 4000 Portionen Gulasch hat es gegeben, 8000 Stück Kärntner Nudeln, tausend Rostbraten", erzählt Truppe, der sich jetzt über die Anschaffung eines neuen Feldküchenfahrzeuges freuen darf.
Die soziale Ader hat Truppe von seinem Vater geerbt. "Der Papa war Feuerwehrkommandant in Gödersdorf. Er animierte mich, zum Roten Kreuz zu gehen." Seit 1976 ist der gelernte Maurer, der hauptberuflich bei der Autobahnmeisterei Zauchen arbeitet, dabei. "Bei den Einsätzen hatten wir damals weiße Mäntel an. ´Herr Doktor, Herr Doktor', haben uns die Leute nachgerufen", erinnert er sich.
40 Kilo Fleisch
In den 80-er Jahren bekam das Rote Kreuz die erste Feldküche. "In der Nachtdienstgruppe vom Roten Kreuz war ein Militärkoch, ein ausgebildeter Fleischhacker. Von dem hab' ich viel gelernt", sagt Truppe, der inzwischen längst weiß, wie viele Zutaten er für einen ordentlichen Kessel Gulasch benötigt. "40 Kilo Fleisch, 40 Kilo Zwiebel, ein paar Fäust' Knoblauch, Paprikapulver, Majoran." In sein zehnköpfiges Küchenteam hat Truppe nicht nur Freunde, sondern auch Familienmitglieder - unter ihnen Ehefrau Monika, die in einem Pflegeheim in Feistritz im Rosental beschäftigt ist - integriert.
Truppe rückt nicht nur aus, wenn bei einer Sanitätsübung gekocht wird oder Flüchtlinge mit Tee und Suppe zu versorgen sind. Er ist Landesfreiwilligenreferent ("Mir unterstehen 2500 Mitarbeiter"), organisiert Eisstockturniere oder Wandertage. Seine größte Passion ist und bleibt die Feldküche. "Das Rote Kreuz hat noch vier alte Geräte. Da gibt's ständig was zu schrauben oder zu streichen."








