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Ihr "Radschlag" ist gefragt
Mirella Somma (45) aus Villach begleitet die sieben österreichischen Radfahrer als Cheforganisatorin zu den Paralympics nach London.

Foto © Weichsebraun
Die 32 Österreicher, die in den nächsten Tagen nach London zu den Paralympics aufbrechen, reisen mit schwerem Gepäck. "Der Druck ist groß", sagt Mirella Somma, die als Headcoach morgen mit ihren sieben Radfahrern in die britische Hauptstadt aufbrechen wird. Schließlich konnten die heimischen Athleten bei der Olympia vor einigen Wochen keine einzige Medaille für Österreich holen.
Somma ist neben Peter Brigola, Schiedsrichter beim Rollstuhlfechten, die einzige Verstärkung aus Kärnten. "Für die Zeit habe ich mir Urlaub genommen", sagt die 45-Jährige. Und auch im Vorfeld gab es so einiges für ihre Schützlinge zu klären. "Einer meiner Radfahrer hatte sich extra die olympischen Ringe auf den Helm drucken lassen", erzählt die gelernte Kosmetikerin aus Villach. "Das ist absolut verboten. Es gibt so viele Auflagen, die wir beachten müssen." Aber auch der tägliche Transport zum Paralympischen Dorf von rund eineinhalb Stunden muss gut durchorganisiert sein. Damit hat Somma Erfahrung, ist die Mutter von Fabio (20) doch die Landessportwartin und Sekretärin des Behindertensportverbandes Kärnten.
Auch privat dreht sich bei Somma alles um Sport - und da mag sie es gerne extrem: mit Fallschirmspringen, Mountainbiken und Motorradfahren. Wenn sie noch jünger wäre: "Dann würde ich, wie mein Sohn, mit dem Mountainbike freestylen und downhillen", sagt Somma, die nach ihrem Vater ehrenamtlich den Skiverein "Jugendclub Völkendorf" trainiert. Doch das ist noch lange nicht alles, ist die ehemalige Skialpinrennläuferin auch im Österreichischen Skiverband Kampfrichterin, Konditionstrainerin und Fitsportlehrwartin für Mentalbehinderte.
Sollten sich trotz der zahlreichen sportlichen Aktivitäten einmal Aggressionen anstauen, hat Somma auch da eine Lösung parat. "Ich spiele Schlagzeug und treffe mich mit Freunden zum Trommeln."
Doch jetzt konzentriert sie sich erst einmal auf die optimale Versorgung ihrer Schützlinge in London. Und wer weiß, vielleicht holen sie ja Medaillen für Österreich.








