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Zuletzt aktualisiert: 19.08.2012 um 20:30 UhrKommentare

Wasser marsch für Altenheim in Afrika

Lukas Höhndorf (24) aus Villach initiiert den Bau eines Wasserbrunnens in Sansibar. "Um die Wasserversorgung zu sichern, wird das Regenwasser in Containern gesammelt. Zudem soll nach Grundwasser gebohrt und ein Brunnen gebaut werden."

Der 24-jährige Lukas Höhnsdorf studiert in München Mathematik

Foto © KKDer 24-jährige Lukas Höhnsdorf studiert in München Mathematik

Die Materie, mit der er sich gewöhnlich beschäftigt, kann wohl ungestraft als eher "trocken" klassifiziert werden. Seit 2007 studiert Lukas Höhndorf aus Villach in München Mathematik, in seiner Masterarbeit beschäftigt sich der 24-Jährige derzeit mit "Algebraischer Topologie". Soll heißen? "Zu komplex, um das verständlich zu erklären. Im Prinzip geht es um das Klassifizieren von Räumen", sagt der begeisterte Fußballer und Eishockeyspieler.

Ganz und gar nicht trocken ist das Projekt, das Höhndorf auf der ostafrikanischen Insel Sansibar initiiert. Nach dem Besuch einer Sommerschule in Sambia reiste er im Vorjahr weiter nach Sansibar, wo er einige Nächte in dem Altenheim ("der Kontakt lief über das Kloster Wernberg") am Stadtrand von Welezo verbrachte. "Schon vorher wurde mir gesagt, dass sie dort kein Wasser haben." Während seines Aufenthalts reifte die Idee für ein Projekt, Höhndorf nahm Kontakt mit Behörden auf und reichte nach seiner Rückkehr Förderansuchen ein. "Um die Wasserversorgung zu sichern, wird das Regenwasser in Containern gesammelt. Zudem soll nach Grundwasser gebohrt und ein Brunnen gebaut werden."

Der Entwicklungspolitische Beirat des Landes Kärnten fördert das Projekt mit 8000 Euro, 3000 Euro steuert das Kloster Wernberg bei, dazu kommen einige private Spenden. "Es ist schwierig, das Ganze von hier aus zu koordinieren, aber das Projekt geht gut voran."

Die Affinität zu Afrika liegt in der Familie, Schwester Lydia arbeitet derzeit als Ärztin in Uganda. Höhndorf ist Mitglied bei den Nötscher Segelfliegern und betreut als Tutor Studenten im Flugzeugsimulator. "Die Fliegerei fasziniert mich, eventuell mache ich nach dem Abschluss noch ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik." Und da will er sich dann auch die Zeit für ein Auslandssemester nehmen.

WOLFGANG FERCHER

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