Bezirks- und Gemeindesuche
Hellmut Samonigg: Ein Mediziner mit Tiefgang
Der 61-jährige Hellmut Samonigg baute vor 25 Jahren die Onkologie am Uniklinikum Graz auf. Fischen und Tauchen entspannt ihn.

Foto © KLZ/Jürgen FuchsDer Grazer Mediziner und Cello-Spieler, Hellmut Samonigg, fühlt sich in seinem Kärntner Refugium wohl
Vor 25 Jahren begann Hellmut Samonigg, "seine Onkologie" am Uniklinikum Graz aufzubauen: "Mit zwei Ärzten und einer halben Krankenschwester." Heute arbeiten 23 Ärzte sowie Psychologen und Schwestern daran, Kranken zu helfen - und sie im besten Fall sogar zu heilen.
Seine Karriere als Mediziner war eigentlich vorgezeichnet. Sein Vater war Arzt in Spittal. Trotzdem wollte Samonigg zuerst Jus studieren: "Aber dann wählte ich die meiner Meinung sichere Variante, die Medizin. Ich dachte mir, Patienten wird es immer geben." Und seitdem lässt ihn die Medizin nicht mehr los.
Der gebürtige Kärntner kam 1970 nach Graz, machte neben dem Medizinstudium eine psychotherapeutische Ausbildung und landete zufällig in der Onkologie. "Unfallchirurg war eine Option. Aber mein Chef wollte, dass ich in die Onkologie gehe." Gesagt, getan: Der heute 61-Jährige spann in den letzten Jahrzehnten ein feines Netzwerk, klinkte sich mit den Ressourcen der MedUni in internationale Studien ein, baute spezielle Betreuungsmodelle und die Hundertwasserstation für Krebskranke auf. Die Patienten gehen Samonigg nahezu nie aus dem Kopf: "Ich bin ständig am Tüfteln, wie man die Behandlung im Krankenhaus so verbessern kann, dass sich die Patienten möglichst wohlfühlen." Ihm liegt auch viel daran, zukünftigen Medizinern ein gutes Lernklima zu verschaffen und so nahm Samonigg als Projektleiter den Neubau der Medizinischen Universität in Graz mit Erfolg unter seine Fittiche.
Für Hobbys bleibt dem begeisterten Läufer wenig Zeit und zum Fliegenfischen in der Mur kommt er nur selten. Getaucht wird im Urlaub, zuletzt in Sri Lanka. Doch Entspannung muss manchmal einfach sein: Und dazu kommt der passionierte Cello-Spieler - "ich habe wieder angefangen" - in seinem Kärntner Refugium in Bodensdorf. "Aber ganz ruhig wird es trotzdem nicht, auch im Urlaub bin ich ans Handy gebunden."








