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Zuletzt aktualisiert: 11.08.2012 um 20:23 UhrKommentare

Bei Robert Hatheyer speist die Festspielprominenz

Der 43-jährige Robert Hatheyer, Top-Gastronom mit Klagenfurter Wurzeln, spielt mit seinem Restaurant Riedenburg eine kulinarische Hauptrolle im Salzburger Festspielgeschehen.

"Das positive Feedback meiner Gäste gibt mir Kraft und Energie": Robert Hatheyer

Foto © KK/Riedenburg"Das positive Feedback meiner Gäste gibt mir Kraft und Energie": Robert Hatheyer

Angela Merkel war heuer schon zum Essen da, die deutsche Bundeskanzlerin ist zur Salzburger Festspielzeit Stammgast im Restaurant Riedenburg. Festspielintendant Alexander Pereira hat ein fixes "Abo" - er verpflegt sich täglich hier. Ebenso hielt es sein Vor-Vor-Vorgänger Gérard Mortier, er speiste während der Festspiele jeden Tag mittags und abends in dem Salzburger Gourmetrestaurant.

Stars aus der Opern- und Musikwelt wie Anna Netrebko und Erwin Schrott, Cecilia Bartoli, Zubin Mehta, Valery Gergiev, Daniel Barenboim genießen ebenso wie Wirtschaftsbosse und Industriekapitäne die exzellente Küche.

Hauptrolle

Dass "die Riedenburg" (so der in Salzburg gängige Name des Restaurants) die kulinarische Hauptrolle beim exklusivsten Festival der Welt spielt, geht auf das Konto eines gebürtigen Kärntners: Robert Hatheyer, Spross einer alteingesessenen Klagenfurter Unternehmerfamilie und Top-Gastronom mit langjähriger Auslandserfahrung.

Ab 1997 arbeitete er in Salzburg. Als die Riedenburg im gleichnamigen grünen Stadtteil südlich des Mönchsberges zum Verkauf stand, griff Hatheyer zu: "Seit 1. Juni 2000 bin ich Inhaber des Restaurants Riedenburg", freut sich der 43-Jährige. "Seit 1900 war es ein Wirtshaus. Später wurde es umgebaut und mit seiner einzigartigen, zeitlosen Birnenholztäfelung ausgestattet."

Sternenküche

In den vergangenen 13 Jahren punkteten Hatheyer und sein Team mit konstanter Haubenqualität. Seit 2004 leuchtet auch ein Michelin-Stern über der Riedenburg. Das Rezept für Hatheyers Erfolg bei seiner anspruchsvollen Klientel ist ganz einfach: "Diskretion und Privatheit sind bei uns oberstes Gebot, das schätzen die prominenten Gäste sehr. Und bei unserer Küche steht die Qualität des Produkts im Vordergrund. Wir kaufen ausschließlich die beste und teuerste Ware ein", bekennt sich Hatheyer zur "hochpreisigen Gastronomie mit hoher Qualität": "Wir verarbeiten nur Bioprodukte und Wildfang - das gibt ein enormes geschmackliches Erlebnis." Eingekauft wird vorwiegend bei heimischen Produzenten in Österreich, auch in Kärnten: "Fisch beziehen wir aus dem Wörthersee und dem Millstätter See."

Familie

Er selbst kommt nur selten in die alte Heimat: "Ab und zu geht sich ein Kärnten-Besuch aus", sagt Hatheyer. "Dann fahre ich mit meiner Familie an den Wörthersee. Ich bin mit der Veldener Hoteliersfamilie Engstler verwandt, die Sängerin Elisabeth Engstler ist meine Cousine." Seine berühmteste Verwandte ist wohl die 1990 verstorbene Heidemarie Hatheyer, Burgschauspielerin und Filmstar ("Geierwally"): "Sie war meine Großtante."

Seine eigene Familie gründete Hatheyer 2006, als er die in Lausanne ausgebildete Hotelfachfrau Katharina aus Frankfurt am Main zum Traualtar führte. Das Eheglück mit "der Frau meines Lebens" wird durch zwei Kinder gekrönt: die fünfjährige Emilia und den dreijährigen Constantin.

Während der Festspiele sieht Hatheyer seine Familie allerdings nur virtuell: "Meine Frau und die Kinder machen Ferien in Portugal, denn ich könnte mich derzeit gar nicht um sie kümmern. Die sechs Wochen Festspielzeit sind im Restaurant die intensivsten des Jahres", berichtet Hatheyer. "Wir haben keinen Ruhetag, kochen mittags und zweimal abends - vor und nach den Vorstellungen." Die 60 Sitzplätze im Restaurant und im romantischen Gastgarten sind ausgebucht, die 20 Mitarbeiter erfüllen sämtliche (Extra-)Wünsche der Gäste. Nach den Festspielen fliegt Hatheyer für eine Woche der Familie nach. Dann kann er bei seinem Lieblingssport, dem Wasserskifahren, neue Kraft schöpfen.

Haubenkoch

Die Festspiele für den Gaumen komponiert übrigens ein Kärntner: Drei-Hauben-Koch Martin Pichler aus Heiligenblut begeistert die Riedenburg-Gäste mit Kochkunst auf höchstem Niveau. Und im süßen Fach zieht Patisseuse und Konditorin Katja Ortmaier vom Klopeiner See alle Register ihres Könnens.

REGINA ROTHAUER

Zur Person

Karriere.Robert Hatheyer (Jahrgang 1969) absolvierte die Hotelfachschule Modul in Wien, danach arbeitete er 13 Jahre lang in der internationalen Hotellerie in den USA, auf den Bermudas, in Asien, Frankreich und Großbritannien. Seit Juni 2000 ist der zweifache Familienvater Inhaber des Salzburger Gourmet-Restaurants Riedenburg. Für seine Mutter managt er nebenher die Vermietung des Hotels "Haus Ganahl" in Lech am Arlberg.

Link: www.riedenburg.at

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