Bezirks- und Gemeindesuche
Bezaubernder Musikus
Alfons Egger (42) organisiert das Musik- und Kleinkunstprogramm des Klagenfurter Altstadtzaubers. Ab heute ist die ganze Stadt seine Bühne.

Foto © Galvin
Eine hohe Frustrationsgrenze braucht man für den Job", sagt Alfons Egger. Der Klagenfurter Berufsschullehrer organisiert zum zweiten Mal Musik und Kleinkunst für den Klagenfurter Altstadtzauber, der heute beginnt. "42 Konzerte waren zu vergeben, dafür gab es 400 Bewerber. Ich habe also viel mit beleidigten Musikern zu tun."
Auch weit über 100 Kleinkunst-Auftritte hat der Klagenfurter heuer vergeben. Seit März läuft er organisatorisch auf Hochtouren: "Von Donnerstagabend bis Sonntag früh mache ich praktisch durch, die erste Nacht schiebe ich sogar Baustellenwache beim Flohmarkt", sagt Egger. "Dafür entspanne ich danach mit meiner Frau Marena und meiner Tochter in Süditalien."
Ursprünglich war der "Stadtrichter zu Clagenfurth" dem Villacher Fasching verpflichtet. "Ich stand vier Jahre mit Noste und Konsorten auf der Bühne." Vor fünf Jahren haben die Klagenfurter Stadtrichter die - laut eigener Aussage - "Rampensau" abgeworben. Und seitdem gibt's während des Altstadtzaubers auch nächtliche Anrufe von Musikern, die ihr Hotel oder ihren Pyjama nicht mehr finden.
Selbst ist Egger auch Musiker: "Ich spiele Gitarre und zum 40er wurde mir der Traum vom eigenen Saxofon erfüllt", sagt der 42-Jährige, der zehn Jahre Obmann von "Stimmen aus Kärnten" war und diverse Chöre stimmlich verstärkt hat. "Ein Traum wäre, mit einem echten Gospelchor in den Südstaaten zu singen", sinniert der Waidmannsdorfer, der früher viel als Rucksacktourist durch die Welt gereist ist: Kambodscha, Laos, Burma, Uganda, Vietnam, Botswana - das waren nur einige der exotischen Ziele.
Sportlich begab er sich über die Erde und unter Wasser: Fallschirmspringen und Tauchen gehörten zu seinen Hobbys. "Aber derzeit ordnet sich alles dem Altstadtzauber unter. Wenn man schlussendlich einer Hilfsorganisation einen Scheck von 10.000 Euro überreichen kann, hat es sich ausgezahlt", ist sich Egger sicher.








