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Ein Leben für Wasserkraft
Karl Nackler (59) ist Spezialist für den Kraftwerksbau der Kelag. Jetzt wurde er vom Bundespräsidenten für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Foto © KLZ/TraussnigFür die Öffentlichkeit machte Karl Nackler das Pumpspeicherkraftwerk Forstsee am Wörthersee zugänglich
Mit seinem Privatvermögen haftet Karl Nackler, sollte eine der 14 Kelag-Talsperren - wie etwa jene beim aufgestauten Forstsee - brechen. "Das erhöht das Verantwortungsbewusstsein und das Sicherheitsgefühl. Man darf sich keinen Fehler erlauben", sagt der 59-Jährige, der von Bundespräsident Heinz Fischer und vom Wirtschaftsministerium für sein berufliches Lebenswerk mit dem Titel "Baurat honoris causa" ausgezeichnet wurde. "Dazu ist es zum Glück in all den Jahren nicht gekommen." Und dass es so bleibt, dafür sorgt der gebürtige Oberkärntner mit sich laufend verbessernden Richtlinien vehement.
Sein Lebenswerk umfasst zwei große und zehn kleine Kraftwerke der insgesamt 64 Kraftwerke in Kärnten und der Steiermark. "Derzeit bauen wir ein kleines Kraftwerk in Tröpolach und drei weitere im Kosovo", erzählt der studierte Diplomingenieur, der für das Bauwesen bei der Kelag der oberste Koordinator ist und mit seinem Team Höchstleistungen schaffe. Sein bisher größtes Projekt war das Kraftwerk auf der Koralpe um 100 Millionen Euro. "Nach acht Vorbereitungsjahren folgten vier Jahre Umsetzung", sagt der dreifache Vater, der in zig nationalen und internationalen Fachgremien sitzt.
Nicht nur Kraftwerke sind Nacklers Spezialität. Momentan koordiniert er die Sanierung des Zentralgebäudes der Kelag in Klagenfurt. Auch dabei spielt die Kreativität eine große Rolle. Und daran mangelt es ihm nicht: Als Vielleser verschlingt er gerade die Roman-Triologie "Das wilde Kärnten" von Josef Winkler, den Nackler im Übrigen sehr gut kennt. "Meine Frau Melitta ist mit ihm zusammen zur Schule gegangen." Selbst ist Nackler künstlerisch als Porträt- und Aktzeichner aktiv. "Ich mag die Formgebung." Und sporteln, auch das macht er: "Allerdings nur für die Gesundheit."
Zurzeit lehnt sich Nackler aber ein wenig zurück und genießt seinen Urlaub - vielleicht sogar für ein paar Tage in Italien.








