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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2012 um 19:00 UhrKommentare

Die Bühnenarbeiterin

Elke Maria Schwab (35) hat für das Schlosstheater Albeck den 1300- Seiten-Roman "Don Quijote" in eine bühnentaugliche Form gegossen.

Ein flotter Theaterabend mit "Don Quijote": Regisseurin und Dramaturgin Elke Maria Schwab

Foto © Kleine Zeitung/Markus TraussnigEin flotter Theaterabend mit "Don Quijote": Regisseurin und Dramaturgin Elke Maria Schwab

Mit sechs Jahren stand sie erstmals auf der Bühne. Seit damals weiß Elke Maria Schwab: "Ich bin durch und durch ein Theatermensch." Davon kann man sich derzeit im Albecker Schlosstheater überzeugen, für das sie den 1300-Seiten-Roman "Don Quijote" in eine Bühnenfassung und anschließend mit viel Schwung auf die Bühne gebracht hat.

Die Theaterleidenschaft hat die 35-Jährige von den Eltern geerbt: Vater Nikolaus Schwab leitete über drei Jahrzehnte die St. Andräer Theatergruppe "Kultur Aktiv" und infizierte die ganze Familie mit dem Theatervirus - darunter die Söhne Alexander (er spielt den "Don Quijote") und Christian (als Kabarettist und Ö3-Stimmenimitator erfolgreich). Kein Wunder also, dass Elke Schwab nach der Matura Theaterwissenschaften und Romanistik studierte und nebenbei eine Regieausbildung machte. Die brachte sie direkt ans Wiener Theater in der Josefstadt, wo sie neun Jahre als Regieassistentin mit Kapazundern wie Helmuth Lohner, Karlheinz Hackl oder Otto Schenk arbeitete.

Auf die Bretter

Letzterer holte sie auch auf die Bühne, als die Hauptdarstellerin in Klaus Pohls "Kanari" eine Stunde vor Vorstellungsbeginn wegen Herzrhythmusstörungen ausfiel. "Schenk fragte mich: ,Mädl, kannst du den Text?' und schon stand ich als seine Tochter auf der Bühne", erinnert sie sich. Auch als Regisseurin eroberte Schwab die Bretter, die ihr die Welt bedeuten: Ihre Inszenierung von Norbert Silberbauers "Firlinger" ist immer noch im Repertoire der Josefstadt zu finden.

Aber "schließlich gab es für mich dort keine Steigerung mehr", erzählt Schwab vom Jahr 2009, in dem sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Zuletzt hat die Regisseurin, die auch Coaching-Seminare für Pädagogen anbietet, mit ihrem Mann Uwe Lohr in Bad Hall Mozarts "Bastien und Bastienne" in Szene gesetzt.

Zurzeit nutzt sie ihren Kärnten-Aufenthalt aber für eine weitere Leidenschaft: dem Sammeln von Kräutern, aus denen sie Tees macht. Und sie bereitet sich auf die nächste Regiearbeit vor: Dem niederbayrischen Theater an der Rott wird Schwab im nächsten Frühjahr "Die Beichte" (Autor: Felix Mitterer) abnehmen.

Don Quijote. Bis 25. Aug. jeweils Do-Sa 20 Uhr. Karten: Tel. (0650) 57 52 066

MARIANNE FISCHER

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