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Ohne ihn spielt's ka Musi
Robert Srienz (34) ist beim Pop-Festival "Acoustic Lakeside", das am Freitag startet, der Mann fürs Grobe und für die Spezialwünsche der Bands.

Foto © KLZ/TraussnigRobert Srienz
Tausende Quadratmeter an Zeltplanen, mehr als 3500 Meter Kabel, hunderte Stahlträger und Scheinwerfer hat Robert Srienz in den letzten Tagen in der Hand gehabt. Aber auch Bügeleisen und diverse Teesorten - denn Spezialwünsche der Bands sind ihm heilig. Der 34-jährige Eberndorfer ist nämlich für die Infrastruktur auf dem "Acoustic Lakeside Festival" am Sonnegger See zuständig. Und das wird dieses Wochenende wahrlich preisverdächtig.
Mit dem irischen Sänger, Gitarristen und Schauspieler Glen Hansard hat das Organisationsteam einen waschechten Oscar-Preisträger für das Festival gewinnen können. "Im Laufe der Jahre haben wir uns einen guten Namen bei den Booking-Agenturen gemacht", sagt Srienz, der sich als vollkommen unmusikalisch bezeichnet. Sein Bruder Christian ist allerdings Bassist bei der Band "Sauer", die vor sechs Jahren das Festival ins Leben gerufen hat. Das akustische Festival wächst zusehends - ganz nach dem Motto "Idylle braucht keinen Verstärker". Dass das ankommt, zeigt sich. "Es gibt nur noch Restkarten an der Abendkassa", sagt Srienz und freut sich schon auf ein volles Veranstaltungsgelände. Im vergangenen Jahr tanzten 5000 Besucher trotz Regens zu entspannter Indie-Pop-Musik.
Doch nicht nur große Namen wie Heather Nova und Nada Surf haben beim "Acoustic Lakeside Festival" eine Bühne. "Wir schauen auch, dass einheimische Bands und Nachwuchsmusiker einen Platz bei uns finden. Das ist uns wichtig", sagt der Angestellte einer Softwarefirma. Und so spielte etwa die junge Akustik-Folk-Formation "Dawa" mit zwei Stimmen, Gitarre und Cello beim Pre-Opening-Day gestern Abend auf.
Ohnehin ist Nachwuchs gern gesehen auf dem Festivalgelände. Srienz' Kinder, Teresa (2) und Jonas (vier Monate), werden zusammen mit seiner Freundin Petra - "wenn es das Wetter zulässt" - mit von der Partie sein. "Das ganze Team ist eine große Familie", sagt Srienz, für den seine eigene sein größtes Hobby ist. "Ich verbringe jede freie Minute mit meinen Kindern und Petra", erzählt der Vollblutpapa.








