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Walter Gitschthaler wird neuer Militärkommandant
Walter Gitschthaler (52) aus St. Jakob im Rosental ist neuer Kärntner Militärkommandant. Der Hobbysportler will das Heer zukunftsfit machen.

Foto © EggenbergerAls Militärkommandant warten auf den Rosentaler Walter Gitschthaler auch zahlreiche Reformprojekte
Militärische Diktion kann überraschend emotional klingen: "Ich habe von dieser Funktion geträumt und hatte auch Glück!" Die Freude über die neue Herausforderung ist Oberst Walter Gitschthaler (52) anzusehen. "Trotzdem muss ich heute zu Hause noch die Hecke schneiden", grinst der begeisterte Hobbygärtner, der mit seiner Frau in Gorintschach bei St. Jakob im Rosental lebt. Am 18. Juli erfolgt die offizielle Übergabe, Gitschthaler übernimmt von Gunther Spath die Funktion des Kärntner Militärkommandanten - seit 2007 fungierte er als Stellvertreter. In Zeiten der Reform gelte es "einen Beitrag zur Neuausrichtung des Bundesheeres" zu leisten, "die Militärkommanden werden auch in Zukunft ein Eckpfeiler sein", sagt der neue Chef von 502 Soldaten und Vertragsbediensteten.
Der Beginn der militärischen Karriere war ein zufälliger. "Ich war nicht sicher, was ich studieren soll und habe mich deshalb als Einjährig-Freiwilliger gemeldet." Das vermeintliche Übergangsjahr wurde Basis einer Berufung. 1982 musterte er an der Militärakademie aus, es folgten 22 Jahre im Klagenfurter Jägerbataillon 25 (Luftlandeverband), zuletzt als stellvertretender Kommandant. Danach ging es für vier Jahre zum Kommando für internationale Einsätze in Graz. "Eine tolle Erfahrung waren die sechs Monate im Kosovo im Jahr 2002, das hat mir sehr viel gebracht." Auch von einer "Panzerabwehr-Lenkwaffen-Erprobung" 1989 in Allentsteig schwärmt er noch heute. Kollegen loben vor allem die soziale Kompetenz des Vaters von zwei Töchtern (21 und 26 Jahre alt).
Die vielen Auslandsreisen liebt Gitschthaler an seinem Job, privat sind bei ihm Schiffsreisen seit Jahren en vogue: "Kanada, Amerika, westliches Mittelmeer - da waren tolle Reisen dabei." Heuer sind berufsbedingt "erst im Herbst einige Tage in der Toskana" drin. Neben Gartenarbeit ist in der Freizeit Sport angesagt, obwohl die lädierten Knie kaum mehr Fußball und Tennis zulassen. "Ich bin gern mit dem Rennrad unterwegs, dafür wird in Zukunft wohl weniger Zeit sein."








