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Zuletzt aktualisiert: 09.07.2012 um 20:15 UhrKommentare

Christine Wernig: Ihre sozialen Ideen sind Goldes wert

Christine Wernig (57), die Ideengeberin des Projekts "Sozialvolontär" vom Hilfswerk Kärnten, gewann Bildungspreis des Landes.

Gut erholt vom Urlaub in Rovinj: Christine Wernig

Foto © KruijthoffGut erholt vom Urlaub in Rovinj: Christine Wernig

Schnurgerade Lebenswege findet die gelernte Kauffrau Christine Wernig (57) nicht besonders spannend. Mit 37 Jahren entschied sie sich umzusatteln, und ein soziales Studium zu beginnen. Dieser Entschluss erwies sich als Gold wert - das Projekt "Sozialvolontär" vom Kärntner Hilfswerk gewann, unter ihrer Leitung, den ersten Platz des Bildungspreises des Landes Kärnten 2012.

Die gebürtige Wolfsbergerin bietet damit den "Sozialvolontären" die Möglichkeit, in die soziale Arbeit hineinzuschnuppern. "Viele haben keine Vorstellung, was es heißt, in diesem Bereich zu arbeiten." Junge Menschen, Berufsum- und Wiedereinsteiger können den sozialen Beruf kennenlernen und herausfinden, ob sie dafür geeignet sind.

Sie selbst arbeitet seit 15 Jahren beim Hilfswerk Kärnten. "Ursprünglich komme ich aus der Wirtschaft", erzählt Wernig. Sie wuchs in Wolfsberg auf. "Dort gab es damals wenig schulische Möglichkeiten." Deshalb entschied Wernig sich für eine kaufmännische Lehre. "Das war am Leichtesten zu organisieren."

Mit ihrem Mann, mit dem sie seit 37 Jahren glücklich verheiratet ist, baute sie einen Tischlereibetrieb auf. Als Tochter Kerstin (29) ins Gymnasium kam, stellte das auch für Mutter Wernigs Leben eine Wende dar. Sie wollte sich weiterbilden und begann sich an der Universität Klagenfurt zu informieren. BWL war nie ein Thema für die 57-Jährige. Sie suchte "etwas Fremdes, das Spaß macht". Mit Pädagogik und Psychologie fand sie "ihr" Studium.

Schließlich genießt es Wernig mit Menschen zusammenzuarbeiten, wobei ihr das "Generationsthema" besonders am Herzen liegt. "Ich finde es wichtig, Generationen zusammenzuführen, um so voneinander lernen und gemeinsam Probleme anpacken zu können", sagt sie. Ihren kurvigen Lebensweg bereut die Leiterin der Hilfswerkakademie nicht: "Es muss nicht immer alles schnurgerade sein."

So wie in ihrer Freizeit, wo sie ihre sportliche Seite auslebt: Laufen, Walken - alles, was mit Action zu tun hat - stehen dann an der Tagesordnung.

SARAH MATIASEK

Preisträger 2012

Thema des Bildungspreises "Generationenübergreifende Weiterbildung", 1. Platz: "Sozialvolontär", Hilfswerk Kärnten; 2. Platz: "Tools for life", Adler Social Coaching; 3. Platz: "klein und gesund", GGF; 4. Platz: Laetitia Management.

Preis für Erwachsenenbildung: "JA! Bildung", Katholisches Bildungswerk.

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