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Franz Zewell: Jobs sind seine Arbeit
Franz Zewell (57) ist ab 1. Juli neuer Chef des Arbeitsmarktservice Kärnten. Vor 33 Jahren war der Klagenfurter selbst auf Hilfe des AMS angewiesen.

Foto © Weichselbraun"Jeder Arbeits-lose, der zu uns kommt, soll am ersten Tag ein Stellenangebot bekommen", sagt Zewell
Vom Jobsuchenden zum Chef des Arbeitsmarktservice: Diese Karriere hat Franz Zewell hinter sich. Vor 33 Jahren war der Klagenfurter ein arbeitsloser Techniker auf Jobsuche. Den Beruf in einem Konstruktionsbüro hatte er an den Nagel gehängt, weil er ihm "zu wenig kommunikativ war". "Ich wollte einfach mehr direkten Kontakt mit Menschen", sagt der neue Chef des AMS Kärnten.
Ab 1. Juli wird Zewell offiziell das AMS-Schiff mit 394 Mitarbeitern und 300 Millionen Euro Jahresbudget durch die Wogen des Arbeitsmarktes steuern. Ganz neu ist die Aufgabe für ihn nicht. Denn von den insgesamt 27 Jahren, die Zewell beim AMS in Führungspositionen tätig war, hat er 18 Jahre als Stellvertreter von AMS-Chef Josef Sibitz gearbeitet, der in Pension geht. Lange Einschulungen sind also kein Thema. "Das AMS hat mit mir als neuem Chef keine Stehzeiten. Ich war immer in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden und bin sofort handlungsfähig."
Auf dem AMS-Chefsessel Platz zu nehmen sei für ihn persönlich und beruflich die größte Herausforderung: "Ich habe in mir gespürt, dass es mein Wunsch ist, diese Verantwortung zu übernehmen", so Zewell. Das Arbeitsmarktservice brauche Stabilität und neue Wege. Deshalb will er noch enger mit Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung kooperieren. "Wir werden schauen, was die Betriebe brauchen, mit ihnen gemeinsam Ausbildungsprogramme erarbeiten und diese dann gezielt anbieten", sagt Zewell. Das AMS soll nicht nur "treffsicherer, sondern auch schneller werden". Das große Ziel des neuen AMS-Chefs: "Der Arbeitslose, der zu uns kommt, soll schon am ersten Tag ein Stellenangebot bekommen. Die Qualifikationen sollen sofort richtig erfasst und ein Karriereplan erstellt werden." Die große Herausforderung dabei unternehmensintern: "Es muss ein wenig umstrukturiert werden."
In seiner Freizeit findet man Naturliebhaber Zewell bei Wanderungen oder Spaziergängen. Und auch die Kunst hat es dem Familienmenschen - er lebt in einer Patchwork-Familie - sehr angetan. Hin und wieder greift er sogar selbst zum Bildhauerwerkzeug und schafft kleine Kunstwerke.








