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Benedikt Aichinger: Unser Europameister
Der sechsjährige Benedikt Aichinger aus Maria Wörth läuft am Donnerstag im EM-Viertelfinale in Warschau mit den Stars von Portugal und Tschechien auf das Feld.

Foto © APA/McDonald's ÖsterreichBenedikt Aichinger
So ambitionierte Zielformulierungen hört man von österreichischen Fußballern selten: "Ich möchte einmal besser als Cristiano Ronaldo und Lionel Messi werden!" Wer ist die hoffnungsvolle ballesterische Zukunftsaktie, die große Worte so gelassen ausspricht?
Benedikt Aichinger aus Maria Wörth, sechs Jahre und fünf Monate alt, Rechtsfuß. Am Donnerstag wartet auf Benedikt das bis dato wohl größte Abenteuer seines Lebens. Im Viertelfinale der Fußball-EM zwischen Portugal und Tschechien in Warschau ist er Teil der McDonald's Fußball-Eskorte (22 Kinder aus ganz Europa) und darf Hand in Hand mit den Superstars auf das Spielfeld laufen. "Am liebsten wäre ihm Nani oder Cristiano Ronaldo", erzählt Papa Christoph Aichinger. "Oder der tschechische Tormann, der ist der beste der Welt!", ruft Benedikt dazwischen. Ob er Petr Cech oder einen anderen Star begleiten darf, entscheidet sich am Spieltag. Noch ist Fußball in aktiver Form gefragt, denn "der Papa hat gesagt, dass wir heute noch spielen". Und schon rollt die Kugel im Garten wieder.
Im Herbst kommt Benedikt ("David Alaba ist auch super"), in die Schule und will dann beginnen, in einem Verein zu spielen. Überhaupt ist der junge Mann sehr sportlich, "der Osterhase hat mir ein Mountainbike gebracht und schwimmen tu' ich auch sehr gern". Spielen mit Freunden oder mit Schwesterchen Marie-Christin (4) steht immer wieder auf der Tagesordnung und wenn dann noch Zeit bleibt, übt Benedikt auf der steirischen Harmonika oder hilft im Garten. Mama Alice und der Papa haben ihren aufgeweckten Sprössling bei der Bewerbung für die McDonald's Fußball-Eskorte ("Am liebsten mag er Chicken Nuggets") geholfen, "wir haben das Euro-Logo gemalt und über seine Interessen geschrieben".
Und wie läuft der morgige Tag ab? "Stadionbesichtigung, Einmarschprobe und so weiter - die Frage ist, wer nervöser ist", sagt Papa Aichinger. Benedikt scheinen die vielen Millionen Zuschauer kaum zu berühren. "Meine Freunde würden auch gern mitfahren und beneiden mich - dafür beneiden die Erwachsenen den Papa", witzelt der Youngster.
Und wer wird Europameister? "Ich halte Portugal die Daumen!"








