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Zuletzt aktualisiert: 17.06.2012 um 20:03 UhrKommentare

Ihre Forstmaschinen erobern die ganze Welt

Die Lavanttaler Josef und Markus Konrad erhielten für ihr Kabinensystem des Seilkrans den Innovationspreis.

Markus (links) und Josef Konrad vor der Kabine ihrer preisgekrönten Forstmaschine

Foto © KKMarkus (links) und Josef Konrad vor der Kabine ihrer preisgekrönten Forstmaschine

Die Holzernte-Maschinen der Firma Konrad-Forsttechnik aus Preitenegg sind weltweit heiß begehrt. Für das Kabinensystem des Seilkrans "Mounty KK1" gewannen die zwei Lavanttaler Unternehmer nun den Neuheiten-Wettbewerb des europäischen Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF).

Erst vor wenigen Tagen kehrten die Geschäftsführer Josef und Sohn Markus Konrad aus dem deutschen Bopfingen zurück. Im Gepäck haben die Beiden den "Innovationspreis 2012" der 16. KWF-Tagung, einer der weltweit größten, alle vier Jahre stattfindenden Forstdemonstrationsmessen. "Bereits zum dritten Mal dürfen wir uns über den Preis freuen", so Firmengründer Josef Konrad, der selbst in seiner Freizeit dem Wald nicht abschwören kann und gerne auf die Jagd geht.

Seit 1994 werden in Preitenegg Forstmaschinen für den Einsatz in schwierigem, alpinen Gelände entwickelt. Am Know-how wird dabei von der Schraube bis zur Software am auf 1100 Meter Seehöhe gelegenen Firmengelände getüftelt: "Forschung, Programmierung und Endmontage geschehen im Haus. Nur die Produktion der Stahl-Komponenten lagern wir an Fremdunternehmen aus", erklärt der 62-jährige Chef von 94 Mitarbeitern. Derzeit beträgt die Warteliste für einen "Harvester" rund acht Monate. Der Großteil davon bleibt nicht in Österreich, 60 Prozent der Forstmaschinen werden nach Mitteleuropa, Japan, Russland, Chile und Brasilien exportiert.

Häufig auf Reisen

"Die Maschinen werden nicht für die Regenwaldrodung, sondern in dafür angelegten Baum-Plantagen eingesetzt", so der Juniorchef, der durch seine häufigen Geschäftsreisen nach Südamerika bereits Land und Leute kennengelernt hat. Für Hobbys bleibt dem 30-Jährigen daher wenig Zeit, aber: "Ich möchte mich demnächst der Familienplanung widmen", verrät der junge Wirtschaftsingenieur.

DANIELA VALLANT

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