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Norbert Zeppitz: Läufer mit dem Tuba-Atem
Der 29-jährige Norbert Zeppitz hat am höchsten Marathon der Welt teilgenommen. Der Wettlauf durch Nepal brachte ihn an seine Grenzen und auf Platz 68.

Foto © KK/Privat7 Stunden, 14 Minuten und 5 Sekunden lief Norbert Zeppitz über Stock und Stein durch Nepal
Es war ungefähr bei Kilometer 21, als sich Norbert Zeppitz zum ersten Mal mit einer kleinen Krise arrangieren musste. "Ich war komplett alleine, völlig am Limit und hatte arge Zweifel, ob ich das schaffen werde." - Vorweg: Er hat es geschafft. Zeppitz ist als einziger österreichischer Teilnehmer den höchsten Marathon der Welt bis zum Ende gelaufen.
Der "Tenzing Hillary Everest Marathon" wird zu Ehren der Erstbesteiger des Mount Everest abgehalten und verlangt von den Teilnehmern mindestens so viel ab, wie von den Pionieren des Bergsteigens: "Vor dem Lauf muss der Startplatz auf 5364 Metern in zwölf Tagen Trekking erreicht werden. Dabei sollte man langsam gehen, um sich an die Verhältnisse in der Höhe zu akklimatisieren", sagt Zeppitz, der seit Jänner für den Marathon trainiert hat. Ihm sind die "normalen" Lauf-Events zu langweilig geworden, deshalb hat er sich nach "verrückten" Herausforderungen umgeschaut. "Im Internet fand ich eine Liste mit den zehn schwierigsten Läufen der Welt, darunter der Everest-Marathon. Der ließ mich nicht mehr los." Am 29. Mai, dem Jahrestag der Erstbesteigung des Everests 1953, fiel der Startschuss.
42 Kilometer und zahlreiche Felsbrocken, Gebirgsbäche und Abgründe später lief Zeppitz mit einer Zeit von sieben Stunden, 14 Minuten und fünf Sekunden im Ziel in Namche Bazaar ein. Dass er bei der Anstrengung nicht vollends außer Atem kam, verdankt der Sittersdorfer auch einem anderen Hobby, dem Tubaspielen. Als erster Tubist des Musikvereins Möchling bringt ihn nichts so schnell aus der Puste.
Nach dem Everest-Abenteuer ist die Luft bei Zeppitz noch lange nicht draußen. Sein Hobby, das der Softwareentwickler wegen Rückenproblemen begann, wird ihn nächstes Jahr zu einem neuen Extrem führen. "Nachdem ich den höchsten Punkt der Welt hinter mir habe, wird es vielleicht als Nächstes der nördlichste oder der südlichste. Oder ich mache einen Lauf durch die Wüste", sagt Zeppitz, der von 155 Teilnehmern als 68. ins Ziel lief und unter den Europäern sogar auf Platz sieben landete.








