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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2012 um 19:45 UhrKommentare

Adele Lassenberger: Eine beherzte Kämpferin

Die 53-jährige Adele Lassenberger aus Wolfsberg ist die Vorsitzende des jüngst gegründeten Verbandes für österreichische Kinderschutzzentren.

Nicht nur für ihre zwei Kinder ist Adele Lassenberger immer da, auch für Kinder, die in Not sind

Foto © KLZ/GrössingNicht nur für ihre zwei Kinder ist Adele Lassenberger immer da, auch für Kinder, die in Not sind

Ich möchte, dass Kinder Ernst genommen werden und man auf ihre Rechte besser achtet", sagt die Lavanttalerin Adele Lassenberger, die als Vorsitzende des jüngst gegründeten Bundesverbandes der österreichischen Kinderschutzzentren gegen den Geldmangel und Kompetenzdschungel ankämpfen will.

"Wir haben im Bereich Kinderschutz einfach zu wenig Ressourcen, um der Nachfrage gerecht zu werden", sagt die 53-Jährige. "Die Sorge um Kinder zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben." Als junge Mutter begann sie sich für ihre eigenen Kinder einzusetzen und hat dann den Kinderschutz zu ihrem Beruf gemacht. Ihr Kampf für den Kinderschutz führte sie vor Kurzem sogar zum österreichischen Bundespräsidenten, Heinz Fischer. "Wir wollen ein einheitliches Sprachrohr sein und auch in Gesetzesfragen für die Kinder ein Wörtchen mitreden", sagt Lassenberger. Denn jedes vierte Kind sei von Gewalt in unterschiedlicher Ausprägung betroffen, jedes vierte Mädchen und jeder siebte Junge von sexuellem Missbrauch. Eine Tatsache, vor der die Psychologin noch nie die Augen verschlossen hat. Während ihres Studiums in Salzburg hat die gebürtige Wienerin ein Eltern-Kind-Zentrum mitaufgebaut und sich im Laufe der Zeit in mehreren Kinderschutzvereinen engagiert. "Kinder stehen für Lebendigkeit, Spontanität und Unkonventionalität, die Arbeit mit ihnen macht Spaß, ich möchte es nicht missen."

Der Liebe wegen zog es Lassenberger Ende der 1980er-Jahre nach Wolfsberg, auch hier hat die zweifache Mutter die Kinderbetreuungslandschaft geprägt: Sie ist Mitbegründerin der Kindergruppe EKI und Leiterin des Kinderschutzzentrums "Delfi".

Den Ausgleich für ihre oft 16-Stunden-Arbeitstage findet Lassenberger beim Kanufahren, im Theater oder beim Lesen interessanter Biografien.

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