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Zusammen geschmiedet
Emilis und Johann Selinger feiern mit ihrem Metallbau-Unternehmen aus dem Gurktal das 100-Jahr-Jubiläum. Jetzt wollen sie expandieren.

Foto © KLZ/WeichselbraunEmilis und Johann Selinger: "Wir beide ziehen am selben Strang"
Fundermax St. Veit, Brauerei Hirt, Flughafen Klagenfurt, Privatklinik Maria Hilf, Hotel Aenea: Viele bekannte Fassaden in Kärnten stammen aus dem Hause Selinger in Straßburg, doch kaum einer weiß, was für ein Traditionsbetrieb dahinter steckt.
1912 von Großvater Otto als Huf- und Wagenschmiede gegründet und von Johann senior weitergeführt, baute Johann junior den Betrieb zum Metallbauer aus, der österreichweit Fassaden, Wintergärten, Portale und Toranlagen anbietet. Jetzt feiert der 54-Jährige gemeinsam mit seiner Frau und Geschäftskollegin Emilis (52) 100-Jahr-Jubiläum. Und das, obwohl die 60-Mitarbeiter-Firma in einem Randgebiet angesiedelt ist: im Gurktal.
"Unser Standort ist für uns kein Problem. Mitbewerber müssen ihre Ware ja schließlich ebenfalls anliefern. Außerdem haben wir gute und langjährige Mitarbeiter", sagt Selinger. Auch sein jüngerer Bruder Hermann und seine ältere Schwester Monika Michenthaler arbeiten im Unternehmen mit. Selinger ist also das Paradebeispiel eines Familienbetriebs, der sich zum 100er nicht nur ein Genussfest (1. Juni, 11 Uhr, freier Eintritt) auf dem Firmengelände gönnt, sondern auch expandieren will. Selinger: "Wir sind jetzt schon bis Oktober ausgelastet, steigern heuer unseren Umsatz voraussichtlich von acht auf zehn Millionen Euro. Jetzt wollen wir uns mehr in Richtung Westen orientieren: Tirol, Salzburg."
Selinger rutschte im besten Sinne in den Beruf. In den Schulferien half er dem Vater, machte später in Friesach eine Schlosserlehre. Und kam zurück. Heute wohnt er auf dem alten Betriebsgelände in Gundersdorf: Das Wohnzimmer ist in der alten Schmiede mit der Esse.
Seine Hobbys lebt das Paar zu Hause aus: fischen, jagen, Spazieren gehen mit Labrador Kiro. "Wir ziehen am gleichen Strang", sagt Emilis Selinger (der Name gefiel ihrer Mutter so gut, weil er eine Mischung aus Emma und Elisabeth ist). Vielleicht macht Sohn Sebastian (19) weiter. Er will Technik studieren.








