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Weltmeister der Lüfte
Der Klagenfurter Xandi Meschuh (36) ist mit drei weiteren Luftikussen erstmals Team-Weltmeister im Paragleiten-Kunstflug geworden.

Foto © KK
B raun gebrannt, wirres Surferhaar, lässige Klamotten und immer ein strahlendes Lächeln auf den Lippen. Alexander Meschuh (36), Sportlerkurzname Xandi, erfüllt auf den ersten Blick alle Klischees eines Abenteurers. Und im Grunde seines Herzens ist er es auch. Doch den Team-Weltmeister-Titel in der Disziplin Paragleiten-Kunstflug zu erreichen, war für Xandi und seine Mannschaftskollegen Bernd Hörnböck aus Ferlach, sowie den beiden Tirolern Sebstian und Ricky Kahn, ein hartes Stück Arbeit. Doch das Quartett hat es geschafft und erreichte in der Nationenwertung den ersten Platz.
Mit seiner Akrobatik in der Luft hat der ausgebildete Grundschullehrer bereits vor zwölf Jahren begonnen. Zuvor war der 36-Jährige ein ganz normaler Paragleiter, der, die Thermik geschickt ausnutzend, über den Wolken schwebte.
Seit seinem 14. Lebensjahr geht Xandi regelmäßig in die Luft: "Und seitdem ich denken kann, wollte ich Pilot werden", erinnert sich der sportliche Sunnyboy, dem irgendwann das normale Paragleiten zu fad wurde.
"Bernd und ich versuchten den Gleitschirm über sein Grenzen hinaus zu fliegen. Wir waren damals eher als junge wilde Draufgänger bekannt. Zwei Jahre später entwickelte sich eine eigene Sportart daraus." 2002 trafen sich wagemutige Kunstflieger aus allen Himmelsrichtungen zum ersten Akro(batik)-Weltcup-Bewerb in Slowenien. Die Kärntner Piloten wurden mit Figuren wie Misty Flip oder Tumbling zu Stars der Szene. Ihren Erfahrungsvorsprung nutzten die "Oldies" für die Ausbildung talentierter Sportler. Die zwei Begabtesten gehören zum aktuellen Weltmeisterschafts-Team.
Mittlerweile ist der Klagenfurter, dessen Bruder René lieber auf dem Boden in der IT-Branche arbeitet, ein viel gefragter Mann. Mit dem Fachwissen, das er mit seinem Duo-Partner Bernd gesammelt hat, testet er neue Schirme, bietet Sicherheits- und Manöverschulungen an, lehrt auf Reisen nach Afrika an Dünen zu fliegen und arbeitet weiter daran, in der Luft immer eine gute Figur zu machen. CORNELIA SCHULZE








