Bezirks- und Gemeindesuche
Experte für gute Küche und kunstvolle Fliegen
Der 48-jährige Klaus Kamolz ist Gastro-Journalist des Jahres. Jüngst zeigte er international Flagge in Sachen Zivilcourage.

Foto © KK/PrivatDer gebürtige Villacher Klaus Kamolz arbeitet als Journalist und Buchautor in Wien
Man muss einfach etwas dagegen tun, man kann Verhetzung nicht hinnehmen." Der gebürtige Villacher Klaus Kamolz (48) zeigte die potente Schweizer Zeitung "Weltwoche" an, weil sie das Foto eines mit Pistole bewaffneten Roma-Kindes zum Artikel "Die Roma kommen. Raubzüge in der Schweiz" abgebildet hatte. "Nicht, dass das Problem an sich nicht existent wäre", sagt Kamolz. "Aber das ist kein politisch korrekter Umgang mit einer verfolgten Minderheit."
Kantige Berichterstattung kann man dem "Profil"-Kolumnisten nicht absprechen, der seine ersten Sporen in den 1980er Jahren als Mitarbeiter der Kleinen Zeitung verdient hatte und bei der "Arbeiterzeitung" und "Format" schrieb. Beispielsweise, als er unlängst dem traditionsreichen Wiener Naschmarkt eine Kritik verpasste, dass den Standlern die eingelegten Oliven im Hals stecken blieben. "Das regionale, interessante Angebot, das man sich hier erwartet, verschwindet leider immer mehr", so Kamolz. "Und das ist schade!"
Er muss es wissen, schließlich schwingt der Sohn aus einer Unternehmerfamilie nicht nur unentwegt den Kochlöffel, sondern wurde gerade vom Magazin "Extradienst" zum Gastro-Journalisten des Jahres gekürt. In seinem Kochbuch "eatdrink" aus dem Metro-Verlag können Gleichgesinnte begeistert schmökern. "Bei uns daheim haben Mutter und Oma nicht nur hervorragend, sondern auch immer frisch gekocht!" erzählt der Vater des 13-jährigen Felix. Bereits als Student zauberte er mit Freunden exzellente mehrgängige Menüs.
Ruhe, Entspannung aber auch eine andere Art journalistischer Herausforderung findet der nach eigenen Angaben neugierige und zu Ungeduld neigende Istrienliebhaber beim Fliegenfischen. "Ich bin Chefredakteur des Magazins ,Fisch&Wasser'." Die Faszination dieser Sorte des Petriglücks beginne beim kunstvollen Binden der Fliegen, ende aber nicht beim Kochtopf, "weil den ja meisten Forellen die Freiheit wieder geschenkt wird".








