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    Zuletzt aktualisiert: 28.04.2012 um 21:32 UhrKommentare

    Jutta Brandhuber hat keine Scheu vor Gefechten

    Jutta Brandhuber ist die streitbarste Vertreterin der Arbeitnehmer. Weil sie immer größeren Druck sieht, hält sie den 1. Mai für wichtiger denn je.

    Der "Schlachtruf" von Jutta Brandhuber: Arbeit ist mehr wert

    Foto © EggenbergerDer "Schlachtruf" von Jutta Brandhuber: Arbeit ist mehr wert

    Sonntags arbeiten? Nur 20 von 505 befragten Beschäftigten im Handel sagten "Ja", 96,4 Prozent wollen den Tag der Familie nicht preisgeben, sind doch zwei Drittel Frauen. Die Umfrage ist die jüngste Aktion von Jutta Brandhuber, Kärntens Parade-Kämpferin für Arbeitnehmer. Just am Tag der Arbeit, am 1. Mai, tritt die neue Öffnungszeitenregelung für Tourismusregionen in Kraft, die Landeshauptmann Gerhard Dörfler verordnet hat. Sie entspricht so gar nicht dem, worauf sich die Sozialpartner geeinigt hatten. Deshalb ist für Brandhuber "die Sache noch nicht vorbei", sie lässt die Verordnung und mögliche Schritte dagegen rechtlich prüfen.

    Beherzte Löwin

    Mit dem Landeshauptmann, dem sie "ein zwiespältiges Verhältnis zu den Sozialpartnern" vorwirft, ist sich Brandhuber als Vertreterin der größten Gewerkschaft schon bei mehreren Gefechten gegenübergestanden. Einmal wegen der Tagesmütter, andere Male wegen Kürzung der Pendler- und Wohnbauförderung.

    "Wenn es gegen Arbeitnehmerrechte geht, scheue ich mich gegenüber niemandem", sagt die im Sternzeichen des Löwen geborene Regionalgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalisten, Papier (GPA-djp). so ihre amtliche Funktionsbezeichnung. Sie ist es seit 1996, war als 31-Jährige österreichweit in der Funktion die einzige Frau und am jüngsten. Das Selbstbewusstsein und das Rüstzeug, die Herausforderung anzunehmen, verdankt die gelernte Bürokauffrau der Absolvierung der Sozialakademie. Zu dieser Ausbildung verhalf Brandhuber ihr Förderer und Vorvorgänger in der GPA, der langjährige Gebietskrankenkassen-Direktor Alfred Wurzer. Er hatte sie zur Gewerkschaftsjugend geholt.

    Dabei hat Jutta Brandhuber, die in Lebensgemeinschaft mit dem Polizeibeamten Adrian Schilcher in Ponfeld bei Klagenfurt wohnt, keine klassische Gewerkschafter-Sozialisation. Die Eltern waren Kaufleute in Klein St. Paul, deren Geschäft dem Greißlersterben in den 1970er-Jahren zum Opfer fiel. Sie haben ihr die Einstellung mitgegeben, "auf das schwächste Glied in der Gesellschaft aufzupassen". Daraus resultiert ihr besonderer Einsatz für Frauen.

    Ihnen galt auch die erste große Aktion, mit der Brandhuber auf sich aufmerksam machte: dem Kampf um den Karsamstag. Mit einer gewaltigen Lichterkette wurde 1997 erreicht, dass die Geschäfte zu Ostern Samstagmittag schließen. Das gibt es nur in Kärnten und hält bis heute.

    Aktionismus wie Mahnwachen vor Ausbeuter-Geschäften, Protestbrief-Fluten oder Demonstrationen prägen ihr öffentliches Bild. Brandhubers Tagesarbeit ist die Betreuung von 900 Betriebsräten, sind Kollektivvertragsverhandlungen und Gespräche mit Geschäftsführern. "Auf diesem Weg erzielt man oft die größten Erfolge", setzt die "ruhiger gewordene" Gewerkschafterin zuerst auf Überzeugungsarbeit. "Das letzte Mittel ist der Streik." Mit dem Schlachtruf "Arbeit ist mehr wert" brachte sie zuletzt 800 Beschäftigte im Sozialbereich und 400 Bankenmitarbeiter auf die Straße. Die Gehaltsabschlüsse fielen dann positiv aus.

    Gut zu Fuß und per Rad

    Lesen, Urlaub im eigenen Wohnmobil und Bewegung in der Natur sind ihre privaten Seiten. Nach Mariazell ist sie bereits zu Fuß gegangen, der Jakobsweg ist noch Lebenswunsch.

    Am 1. Mai wird Brandhuber zwar nicht marschieren, aber mit ihrem neuen Fahrrad zur Kundgebung auf das Kreuzbergl fahren. In dem Bewusstsein, "dass der Verteilungskampf groß ist, der Druck auf die Arbeitnehmer zunimmt, Errungenschaften wieder in Gefahr sind und der 1. Mai heute wichtiger denn je ist".

    ANTONIA GÖSSINGER

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