Bezirks- und Gemeindesuche
Erika Landwehr: Zurück zu den Wurzeln
Die 73-jährige Erika Landwehr aus Winklern arbeitet beim "Kärntner Klub Koschat" in Chicago und bereitet nach 30 Jahren Heimweh ihre Rückkehr in die Heimat vor.

Foto © KLZ/GramErika Landwehr
Erika Landwehr führte früher in Heiligenblut eine Frühstückspension. 1982 fasste sie spontan den Entschluss auszuwandern. Praktisch über Nacht ging's mit ihrem damaligen Gatten in die Vereinigten Staaten, in Chicago wurde ein Elektro- und Heizungsbetrieb aufgebaut. Das Geschäft lief gut, nach dem Tod ihres Mannes stieg die Oberkärntnerin in die Immobilienbranche ein, erwarb zwei Zinshäuser mit zwölf Apartments und ein Geschäftslokal, das heute noch langfristig an den US-Verbrauchermarktriesen "7-Eleven" verpachtet ist.
"Ich habe mich hier in den USA zwar stets wohlgefühlt, aber Heimweh habe ich immer gehabt. Und das ist bis heute so geblieben." Um ihrer Heimat ein bisschen näher zu sein, wurde sie schließlich "secretary" des "Kärntner Klub Koschat" in Chicago. Kurt von Pasecky, Besitzer einer Autospenglerei in Illinois, leitete damals interimistisch den Koschatklub in Chicago. "Ich brauchte eine echte Kärntnerin im Vorstand", erinnert sich von Pasecky. Der 81-jährige Wiener ist zwar nicht mehr Präsident des Klubs, dafür aber Landwehrs Lebensgefährte.
Die 73-Jährige wohnt im noblen Vorort Glenview. Dort kann sie auch ihrer großen Leidenschaft frönen. "Ich golfe, so oft es mir die Zeit erlaubt." Langweilig wird Erika Landwehr sicher nicht so schnell. Denn sie sitzt auch im "Austrian council of Midwest", wo sich österreichische Geschäftsleute zum periodischen Gedankenaustausch treffen, und im Gremium der "American friends of Austria".
"Ich hatte immer Kontakt mit meiner Heimat, die Kultur und unsere Gemütlichkeit fehlen mir hier einfach", erwähnt sie. Die Rückkehr in die Heimat hat sie daher längst geplant. Sobald sie alles unter Dach und Fach hat, wird übersiedelt.
Der exakte Zeitpunkt ist zwar noch nicht fixiert: Ihre Schwester Roswitha Vogt aus Sachsenburg und Tochter Susanne, die in Wien lebt, freuen sich aber schon.








