Bezirks- und Gemeindesuche
Gipfelpionier ohne Hang zum Leichtsinn
Kurt Diemberger aus Villach hat zwei der höchsten Berge der Welt erstbestiegen. Freitag wird er 80.

Foto © APADas Bild zeigt Diemberger bei der Erstbesteigung des 7500 Meter hohen Shartse, am Gipfel, im Sommer 1974
Um Achttausender hat sich sein Leben gedreht; inzwischen begnügt er sich mit einem Achtziger - allerdings mit seinem eigenen: Kurt Diemberger, Erstbesteiger, Entdecker, Erzähler, feiert heute den achtzigsten Geburtstag. Der gebürtige Villacher kann auf eine buchstäblich steile Karriere zurückblicken.
Begonnen hat die mit "Schatzsuchen". Diemberger ist als 16-Jähriger mit seinem Vater am Kumitzberg unterwegs gewesen, um Mineralien zu suchen. Nach einigen "Trockenübungen" in den Alpen, wagte sich Diemberger an wirklich große Brocken. Zwei davon, den Broad Peak (8051 Meter) im Karakorum und den Dhaulagiri (8167) im Himalaja bestieg er mit Kameraden als erster Mensch überhaupt. Übrigens ohne künstlichen Sauerstoff oder der Hilfe von Hochträgern. Damit darf Diemberger nicht ohne Stolz den Titel als Erstbesteiger von gleich zwei Achttausendern führen. Weitere vier bestieg er ohne Rennabsichten.
Seine Erlebnisse hielt der studierte Betriebswirtschaftler und ausgebildete Bergführer nicht für sich. Als Kameramann dokumentierte er viele seiner Reisen, mit Vorträgen brachte er die Faszination des Hochgebirges auch in tiefere Lagen. Zeugnis von der Gefahr seiner Abenteuer gibt allerdings auch seine rechte Hand ab. An der fehlen einige Fingerglieder, die ihm 1986 am K 2 abgefroren sind. Dass er davon gekommen ist, begründet Diemberger mit einer Portion Glück und Erfahrung. "Aber Erfahrung allein kann auch gefährlich werden. Je mehr Erfahrung du hast, desto mehr glaubst du, alles zu können, und wirst leichtsinnig."








