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Hans Köstinger: Hüter alter Apfelsorten
Hans Köstinger, Obmann der Mostbarkeiten, organisiert die sechste Apfelweinkost, die am Freitag stattfindet.

Foto © VallantHans Köstinger beim Schnapsbrennen auf dem Zogglhof in St. Paul
Qualität braucht Visionäre, die sie mit Vehemenz vorantreiben. Der Landwirt Hans Köstinger, Obmann des Vereins Mostbarkeiten, ist einer, der sein Ziel mit Zähigkeit verfolgt. In seinem Fall ist das Qualitätsziel der Lavanttaler Apfel.
"Wir haben im eigenen Betrieb erfahren, dass man nur mit Qualität überleben kann", sagt Köstinger. Seine Familie hatte den Ehrgeiz, die Granitztaler Landwirtschaft mit 14 Hektar Nutzfläche und sechs Hektar Wald im Vollerwerb zu führen. Zuerst trugen Milchkühe und -schafe zum Einkommen bei, seit einigen Jahren ist die Haupterwerbsquelle das Obst - und hier alte Sorten wie Lavanttaler Banane, Kronprinz oder Cox Orange. Daraus macht Köstinger mit seiner Familie sortenreine Apfelweine, Most, Essig, Brände, Liköre. Dass man von der Obsterzeugung leben kann, zeigt, dass Tochter Martina (30) von der Bank in den bäuerlichen Betrieb wechseln wird. Tochter Elisabeth (32) ist erfolgreiche EU-Abgeordnete in Brüssel.
Fragt man Köstinger nach seinem Hobby, kommt es wie aus der Apfelfrizzante-Flasche geschossen: "Da beschäftige ich mich mit Obst." Mit der Züchtung, Veredelung und Vermehrung alter Apfelsorten.
Als Köstinger mit seinen Mitstreitern Kopp, Napetschnig, Thonhauser, Spendel 1993 die Mostbarkeiten gründete, ahnten sie nicht, welch großen Dienst sie dem Lavanttaler Apfel erweisen würden. Im Obstkompetenzzentrum Zogglhof in St. Paul finden Veranstaltungen zur Weiterentwicklung der Genussprodukte aus Obst statt. Auf Köstingers Mist ist die Apfelweinverkostung gemeinsam mit der Kleinen Zeitung gewachsen, die am Freitag im St. Pauler Gasthaus Poppmeier zum sechsten Mal stattfindet.








