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    Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 um 19:46 UhrKommentare

    Hundert Jahre Lebenslust

    Felizitas Wester aus Klagenfurt feiert heute einen sehr runden Geburtstag - geistig frisch und voll spannender Erinnerungen.

    "Fühle mich nicht wie 100!" Vor dem Fest ist Felizitas Wester gelassen. Links: die Jubilarin mit 24

    Foto © Traussnig"Fühle mich nicht wie 100!" Vor dem Fest ist Felizitas Wester gelassen. Links: die Jubilarin mit 24

    Bei Felizitas Westers frühsten Erinnerungen war sie zwei: "Das Sägewerk nebenan stand in Flammen. Meine Mutter sagte: ,Die Kinder bringe ich erst raus, wenn unser Dach brennt'."

    Heute feiert Wester ihren 100. Geburtstag - geistig frisch, mit verblüffendem Erinnerungsvermögen und der heiter-ironischen Abgeklärtheit eines Menschen, dem die Anerkennung der Welt und ihre Alltagssorgen wenig bedeuten. Über Männer: "Mit ihnen hab ich mich lange nicht abgegeben." Über den "Hochanständigen" und Vater ihrer vier Kinder: "Er war bei der Dollfuß-Hilfspolizei und musste Leute verhaften, die Hakenkreuze geschmiert haben. Da hat er sich wenig Freunde gemacht in Hermagor. Das war ein Nazi-Nest." Über den Tod: "Vor zwei Jahren hatte ich eine Lungenembolie und hoffte, so friedlich einzuschlafen wie mein Vater. Ich dachte, ich werd' sehen, wie Sterben geht. Aber im Spital haben sie mich zurückgeholt."

    Die 100-Jährige nutzt ihre Zeit. "Ich sortiere alte Zeitungen zum Wegwerfen aus, aber dann lese ich das wieder und sage mir, dass ich das später noch brauchen kann. Dann sage ich mir wieder ,Sei nicht so dumm, wirf's weg!'."

    Gern liest sie sich auch in den Heften des Kneipp-Vereins fest. Dass sie bis heute eiskaltes Wasser aus einem Schlauch über sich gießt, hat in Krankenhäusern und bei nass gespritzten Pflegerinnen für Aufregung gesorgt. Und kann es ein besseres Argument für Morgengymnastik, null Koffeinkaffee und Zigaretten, wenig Salz, aber viel Obst, Gemüse und Rohkost geben als diese seit 70 Jahren bekennende "Kneippianerin"?

    Fit, wie sie ist, lernt sie Gedichte auswendig - zuletzt sieben vergessene Strophen von Lenaus "Postillion", den sie wie viele andere rezitieren kann. Manchmal übt sie abends laut im Bett: "Man muss immer dazulernen, auch wenn man hundert ist."

    Wester wuchs in Gmünd und Hermagor auf, seit 70 Jahren lebt sie in Klagenfurt-Waidmansdorf. Dort wird die vierfache Mutter, sechsfache Großmutter und vierfache Urgroßmutter heute auch groß gefeiert. Sehr unwahrscheinlich, dass das ohne Gedicht abgeht . . . JOCHEN BENDELE


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